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 Das Urteil

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Zoey
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BeitragThema: Das Urteil   Mo 21 Okt 2013 - 10:10

Das Urteil der Jury zum Prozess Jacksons vs. AEG lautet: (bedingt) unschuldig.
Die beiden Kernfragen wurden wie folgt beantwortet:
Hat AEG Dr. Murray eingestellt? Antwort: Ja
War Dr. Murray zum Zeitpunkt seiner Einstellung fähig das zu tun, wozu er eingestellt wurde? Antwort: Ja.

Das Urteil ist meiner Ansicht nach in mehrerer Hinsicht ein unglaublicher Skandal, der Prozess förderte dennoch einiges ans Tageslicht, was die AEG in arge Bedrängnis bringt.

Alleine diese beiden Kernfragen sind sehr interessant.
Laut Urteil ist es also zweifelsfrei erwiesen, dass die AEG Murray eingestellt haben und NICHT Michael Jackson.
Ebenso wurde im Prozess der Beweis erbracht, dass die AEG Murray angewiesen haben, nur genau das zu tun, was sie von ihm verlangen und nur deren Befehle entgegen zu nehmen. Hier ging es niemals um das Wohl des Patienten (denn der lag am Ende tot im Bett), sondern immer nur um das Wohl der AEG, dem Arbeit- und Auftraggeber des Doktor Murray.
Ja, Murray befand sich in einem Interessenskonflikt, das ist nicht zu leugnen.
Und nein, die AEG handelte nicht wie jeder x-beliebige Arbeitgeber, denn mein Arbeitgeber beispielsweise bezahlt nicht meinen Hausarzt dafür, dass er mich behandelt (so wie es mein Arbeitgeber will) und mich ggf. eben NICHT krankschreibt, wenn ich krank bin.
Das ist de facto ein Interessenskonflikt und solch ein Vorgehen ziemlich kriminell.
Daran gibt es nichts zu rütteln und es macht hier keinen Sinn, dieses Vorgehen zu verteidigen. Da gibt es nichts zu verteidigen.

Doch noch viel interessanter ist die zweite Antwort der Jury:
Ja, Murray war zum Zeitpunkt seiner Einstellung fähig die Arbeit zu tun für die er eingestellt wurde.

Das ist in vieler Hinsicht echt bemerkenswert, denn wurde Dr. Murray nicht im Jahr 2011 vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, eben WEIL er völlig unfähig war und medizinisch total falsch gehandelt hat?
Dass nun die Jury zu einem so gegenteiligen Ergebnis kommt, hängt mit der Fragestellung zusammen.
War er zum Zeitpunkt seiner Einstellung fähig, zu tun wofür er eingestellt wurde - lautete die Frage.

In meinen Augen war Murray zu keinem Zeitpunkt ein guter Arzt, weder zum Zeitpunkt seiner Einstellung, noch zum Zeitpunkt des Todes von Michael. Er war und ist ein skrupelloser und soziopathischer Mensch ohne Moralempfinden und ohne herausragende medizinische Fähigkeiten. Er mag fähig gewesen sein, einen Schnupfen zu kurieren aber das bin ich auch. Ich hingegen bin zudem fähig, eine Herzmassage korrekt auszuführen, ich habe nämlich zwei Erste Hilfe Kurse absolviert und da lernt man das.
Zum Zeitpunkt seiner Einstellung war Murray hoch verschuldet, zig Mal geschieden, mit Alimentenzahlungen an seine zahlreichen unehelichen Kinder beschäftigt und hatte einen ziemlich undurchsichtigen und dubiosen Hintergrund.
Dennoch behauptete Randy Phillips, ihn auf Herz und Nieren geprüft und für ethisch und moralisch einwandfrei und fähig befunden zu haben.
Wie konnte es zu diesem gravierenden Irrtum kommen?

Die Antwort liegt in der Frage wofür er eingestellt wurde.
Wurde er eingestellt, um Michael Jackson die bestmögliche medizinische Behandlung vor und während der TII Tour zukommen zu lassen, ihn fit und gesund zu halten und seine verschiedenen Krankheiten und die Verletzungen, die man sich bei solchen Shows zuziehen kann zu behandeln?

Wenn ja, warum wurde Murray dann von der AEG so scharf zurecht gewiesen, als er Michael Bettruhe verordnet hat?
Warum wurde er von der AEG daran erinnert, wer seine Rechnungen bezahlt (AEG) und von wem er Befehle entgegen zu nehmen hat (auch AEG)?

War es nicht vielmehr so, dass Murray überhaupt nicht dafür angestellt wurde, Michael die bestmögliche medizinische Versorgung zukommen zu lassen, eine Versorgung, die ihm gut tut und ihn körperlich und seelisch fit macht, ihm auch mal Ruhe gönnt, wenn der Körper sie braucht und ihm hilft, so stark und gesund zu bleiben wie er war bevor die Proben begannen?
Zeuge berichten übereinstimmend, dass Michael binnen weniger Monate von einem fitten, fröhlichen und gesunden Menschen zu einem schwer kranken, abgemagerten und psychisch völlig fertigem Mann wurde.
Binnen weniger Monate!
Wir wissen nun auch, woher das kam: Wochenlange tägliche Propofolgabe verhinderte, dass Michael schlief, verhinderte den lebenswichtigen REM Schlaf und hielt ihn nachts in einer künstlichen Bewusstlosigkeit, die Körper und Geist völlig auslaugte.
Und nein - Michael war nicht propofolabhängig und er war auch nicht medikamentenabhängig zum Zeitpunkt seines Todes.
Das ist erwiesen, man muss sich dazu nur einmal den Autopsiebericht ansehen.

Die Frage, die sich alle Michael Jackson Fans stellen müssen ist folgende:
Wozu wurde Dr. Murray von der AEG eingestellt?

Ich gehe davon aus, dass die Jacksons gegen dieses Urteil in Revision gehen.


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BeitragThema: Re: Das Urteil   Mo 21 Okt 2013 - 16:19

@Zoey schrieb:
War er zum Zeitpunkt seiner Einstellung fähig, zu tun wofür er eingestellt wurde - lautete die Frage.
Zoey, die Frage war: War Murray unfähig oder inkompetent, für die Arbeit, für die er eingestellt wurde ?(sinngem. übersetzt) 
Und darauf antwortete die Jury mit NEIN.

Die Jury, oder vielmehr ihr Sprecher meinte, ZUR ZEIT SEINER EINSTELLUNG war Murray fähig und kompetent - da er die dementsprechende Ausbildung hatte.

In den Jury-Anweisungen steht mit keinem Wort, dass die Jury die Zeit der Einstellung als Grundlage für ihre Überlegungen heranziehen soll. In keinem einzigen Wort!

Vielmehr hätte die Jury den gesamten Zeitraum - von seiner Einstellung durch AEG bis zum 25.6.09 betrachten sollen/müssen.

Wer verwirrte die Jury diesbezüglich? Putnam - der in seinem AP genau diese Worte verwendete - war Murray ZUR ZEIT DER EINSTELLUNG fit und kompetent oder nicht, fragte er.

Aber auch wenn man es so betrachtet, wie es die Jury anscheinend tat - dann müsste man sich fragen, wann stelle AEG Murray tatsächlich ein? Rückwirkend lt. Vertrag per 1.5.2009 - ABER, wann sandte AEG Murray den Vertrag zu? Ja, genau - einen Tag bevor Michael starb - am 24.6.09.

Ergo - AEG wollte Murray auch noch nach dem Debakel vom 20.6.09 - nachdem jeder sah, dass etwas Grundsätzliches mit Michael nicht stimmte - und zu diesem Zeitpunkt war es bereits offensichtlich, dass Murray weder fähig noch kompetent war, da sich Michaels Gesundheitszustand durch Murrays Behandlung stetig verschlechterte.


Glaube denen, die die Wahrheit suchen, zweifle an jenen, die die Wahrheit gefunden - zu haben scheinen. (abgeändertes Zitat von Gide)
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BeitragThema: Re: Das Urteil   Mo 21 Okt 2013 - 22:51

Zitat :
Die Jury, oder vielmehr ihr Sprecher meinte, ZUR ZEIT SEINER EINSTELLUNG war Murray fähig und kompetent - da er die dementsprechende Ausbildung hatte. In den Jury-Anweisungen steht mit keinem Wort, dass die Jury die Zeit der Einstellung als Grundlage für ihre Überlegungen heranziehen soll. In keinem einzigen Wort! Vielmehr hätte die Jury den gesamten Zeitraum - von seiner Einstellung durch AEG bis zum 25.6.09 betrachten sollen/müssen.
Wer verwirrte die Jury diesbezüglich? Putnam- der in seinem AP genau diese Worte verwendete - war Murray ZUR ZEIT DER EINSTELLUNG fit und kompetent oder nicht, fragte er.
Ja, genau das  war   sofort verdächtig: Da wurde das Urteil an die interne Politik im Hintergrund  angepasst. Ich finde, das kann man mit bloßem Auge erkennen.

Es ging nie darum, dass Murray ausschließlich  zur Zeit seiner Einstellung  beurteilt werden sollte.

Das ist verdreht und angepasst und darf  so gar nicht durchgehen. Die Fragestellung lautete anders und  die Antwort ist nicht gültig. Man soll dagegen sofort Rechtsmittel einlegen.

Ich hoffe, die Klägerpartei resigniert nicht.  Aber das ist natürlich die Entscheidung der 83jährigen Mutter, die gegen die faule Mitarbeiterspitze des Konzerns nur dann die Chance hat, wenn das Gerichtssystem in Kalifornien  funktioniert.
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Ist es nicht sonderbar, dass es Gott (ihm oder ihr) nichts ausmacht, sich in allen Religionen der Welt zu erkennen zu geben, während die Menschen sich immer noch daran klammern, nur ihr Weg (*Religion) sei der richtige?
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BeitragThema: Re: Das Urteil   Fr 25 Okt 2013 - 13:59

Könnt ihr euch noch an die Klage gegen AEG von Michael Amir Williams erinnern? 


Diese lautete in etwa: 
Michael Jacksons Leibarzt anzustellen, für die Comebacktour, "verursachte den Tod" des Sängers und der Show, behauptet eine Sammelklage vor Gericht.
MJs persönlicher Assistent Michael Amir Williams reichte Klage gegen AEG Live LLC ein, in der behauptet wird, die Gruppe der Angestellten hätte bei den 50 Konzerten in der 02 arena 7,5 Mio. $ verdient. AEG stellte den Kardiologen Murray ein, nachdem Jackson Probleme damit hatte, das Tempo des Tour-Proben Terminplans einzuhalten, 
und anderen Problemen mit der Arbeitsumgebung, sagt die Klage.
Der Promoter sagte der ASP, dass Murray ein Gehalt von 150.000$ ausgehandelt habe, um mit Jackson nach London zu gehen.
Für die letzten Monate in Jacksons Leben verschrieb Murray das OP Anästhetikum Propofol um dem Sänger beim Schlafen zu helfen. Jackson starb in seinem Haus in H.Hills am 25.6.09, etwa 3 Wochen bevor er in London das erste Konzert geben wollte. Der LA County Coroner urteilte, dass der Sänger durch eine akute Propofolvergiftung starb und befand Murray der Fahrlässigen Tötung schuldig.
Laut der neuen Gruppenklage/Sammelklage ignorierete AEG die "Qualifikationen Murrays", und konzentrierte sich stattdessen auf Kosten und Vorteile, die der Arzt dem Konzertpromoter bringen würde, inclusive "einer Versicherung für die Tour und das Management MJs in der Art, dass er alle Deadlines einhalten könnte, die AEG setzte."
Diese Handlungen und Unterlassungen verursachten schließlich den Tod von MJ, sagt die Klage. Zusätzlich zum Vertragsbruch, beklagt man indirekten Vertrauensbruch und eine ehrliche Handlungsweise.
Vertreten wird (die Klage) von Fletcher Bernard Brown of Mountain House, Calif.



Quelle: http://www.courthousenews.com/2012/11/13/52221.htm
Übersetzung: Maja

Ich finde es höchst interessant, wie auch ein Michael Amir Williams die Sachlage beurteilte. Dass Murray von AEG eingestellt wurde, war also auch für ihn klar. So wie diese Klage formuliert ist, war es AEG, die Murray haben wollte, um Michael, koste es was es wolle, auf die Bühne zu bringen. 
...aber die Jury befand, dass Murray für die Aufgabe, für die er eingestellt wurde, befähigt und kompetent genug war.....das verstehe wer will, ich nicht....



Die Klage von Williams (und anderen?) wurde erst kürzlich abgewiesen, da Williams in der Klage auch das Estate hinzufügte und ein Gericht den doppelten Rechtseinwand bestätigte...auf Antrag des Estates oder der AEG. 


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BeitragThema: Re: Das Urteil   Mi 30 Okt 2013 - 20:26

@Cindi schrieb:
Wer verwirrte die Jury diesbezüglich? Putnam - der in seinem AP genau diese Worte verwendete - war Murray ZUR ZEIT DER EINSTELLUNG fit und kompetent oder nicht, fragte er.
Das sieht für mich nach Beeinflussung aus. Es ist möglich, dass die Jury diesen Satz bei ihrer Beratung im Hinterkopf hatte.
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