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 WE MUST BRING SALVATION BACK - DIE WURZELN DER SPIRITUALITÄT IN MICHAEL JACKSONS KUNST

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Zoey
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BeitragThema: WE MUST BRING SALVATION BACK - DIE WURZELN DER SPIRITUALITÄT IN MICHAEL JACKSONS KUNST   Sa 6 Jul 2013 - 23:33

Ihr Lieben,

viel wird immer von Michaels Spiritualität und seinen spirituellen Songtexten geschrieben aber auch in seiner Musik selbst, seinen Melodien, seinen Arrangements und seinen Rhythmen verbirgt sich eine tiefgehende und mythische Spiritualität, die es sich zu ergründen lohnt.
Michaels spirituelle Botschaft transportierte er nicht nur in seinen Texten. Wer genau hinhört, entdeckt sie in jedem Gitarrenriff, in jedem Beat, in jedem einzelnen Arrangement.

Musik ist, in ihrer tiefsten Ebene, so spirituell wie Mathematik:
Logisch, gesetzmäßig, systematisch und vor allem: voller verborgener Geheimnisse.
Michael Jacksons verschiedene Musikstile haben eine ganz eigene Spiriutalität, die sowohl politisch, als auch religiös zu verstehen ist.

Das alles zu ergründen erfordert vor allem einen offenen Geist und eine gewisse Konzentration, aber ich denke, es lohnt sich.
Schon seine musikalischen Wurzeln haben eine spirituelle Dimension - und zwar eine ganz konkrete.
R&B, Pop, Soul - all das erwuchs aus einer tief empfundenen Spritualität die, angefangen von der Kultur der Sklaven, bis in die Gegenwart überdauert hat.

Fangen wir doch einfach damit an und arbeiten uns dann langsam voran. Ich wette, es warten einige Überraschungen auf uns.

Seid ihr dabei?


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BeitragThema: Re: WE MUST BRING SALVATION BACK - DIE WURZELN DER SPIRITUALITÄT IN MICHAEL JACKSONS KUNST   So 7 Jul 2013 - 0:58

Von der Sklaverei zum Soul - Michael Jacksons musikalische Wurzeln

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Zitat :
soul... soul is a feeling. Soul is the feeling. Soul is the music that god helped me to create. ~James Brown~
"Soul ist ein Gefühl. Soul ist die Musik die Gott mir zu erschaffen half."


Ihr Lieben,

Um Michael Jackson zu verstehen, muss man seine musikalischen Wurzeln verstehen. Und um Michael Jacksons Spiritualität und seine spirituelle Botschaft zu verstehen, muss man die Spiritualität seiner musikalischen Wurzeln verstehen.
So einfach ist das.
Aber das ist ganz schön komplex.
Versuchen wir's doch mal...

Michael wurde 1958 geboren, in einem Land, das sich - wie so oft - im Umbruch befand und in einer Zeit, in der der wahre Umbruch erst bevor stand.
1958 in Gary, Indiana, war es vielleicht nicht das glamouröseste Leben aber es war relativ überschaubar und von keinen großen Katastrophen geprägt. Der zweite Weltkrieg war vorbei, de Wirtschaft florierte (wenn in den schwarzen Vierteln auch nicht so viel davon ankam) und der Vietnamkrieg hatte noch nicht begonnen.
Was auch noch nicht begonnen hatte, war die Bürgerrechtsbewegung und darum waren Schwarze und Weiße auch noch sauber getrennt und alles ging so seinen Gang.

Aber unter der Oberfläche brodelte es bereits.

1958 war die Sklaverei gerade mal seit 83 Jahren beendet. Die letzte Generation, die noch in die Sklaverei geboren wurde, war zwar alt, aber einige Zeitzeugen waren immer noch am Leben. Die Urgroßmütter und Urgroßväter jener schwarzen Kinder, die in den 50ern geboren wurden, lebten noch als Sklaven auf den Plantagen des Südens. Könnt ihr euch das vorstellen?
Sie wurden gefoltert, geschlagen, zur Arbeit gezwungen und ihrer Freiheit beraubt. Sie waren der Besitz von weißen Herren.
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Erst Mitte des 19. Jahrhunderts hörte Amerika auf, Sklaven aus Afrika zu importieren - ein Kind, das 1950 geboren wurde, trennten also gerade einmal 100 Jahre, etwa 4-5 Generationen, von den Vorfahren, die noch aus Afrika stammten.

Afrika, das ist das Land, zu dem Michael seine tiefsten Wurzeln hat. Von Afrika wurde Michael Zeit seines Lebens inspiriert. Musikalisch und spirituell. Afrika trug er in seinen Genen, in seinem Geist, in jeder seiner Zellen.
Michael war Afro-amerikaner und wie jeder Afro-Amerikaner wuchs auch er mit allem auf, was das bedeutet:
Die Geschichte der Sklaverei. Ausgrenzung. Rassentrennung. Stolz. Und natürlich: Soul.

Denn Soul - das war die Musik der Schwarzen, seit Anbeginn der Zeiten. Soul ist so durch und durch afrikanisch wie keine Musik sonst.
Die Musik war das Element, das als einziges aus der afrikanischen Kultur die Zeit der Sklaverei überlebt hat.
Denn alles andere war verboten: Die Sprache der Vorfahren zu sprechen, zum Beispiel. Die eigene Stammesreligion auszuüben. Die eigene Kunst. Schreiben zu lernen war ebenfalls verboten. Und so verständigte man sich eben durch Singen und Trommeln.

Viele afrikanische Stämme nutzten seit jeher Musik zu rituellen Zwecken. Und auch zu ganz praktischen Zwecken: Sie erzählten Geschichten damit.
Und das tut der Soul noch heute:
Rhythmus, Gesang, Tanz, Leidenschaft - alles was Soul ausmacht blieb über die Jahrhunderte gleich - direkt aus Afrika importiert.
Und wenn Musik in Afrika ein religiöses Instrument war, dann ist es das bis heute geblieben:
in den Gottesdiensten der Afro-Amerikanischen Gemeinden wird gesungen und Musik gemacht was das Zeug hält. Gospel stammt aus afrikanischen Gesangsritualen.

Und im Gospel haben fast alle afro amerikanischen Künstler ihre Wurzeln, von James Brown und Stevie Wonder über Diana Ross und Marvin Gaye bis hin zu Whitney Houston und natürlich Michael Jackson.

Zwar war Michael Jackson kein Baptist wie die meisten anderen Schwarzen Künstler, sondern er wurde im Geiste der Zeugen Jehovas erzogen, doch seine kulturellen und musikalischen Wurzeln stecken im Soul.

Soul, das bedeutet Seele. Und um nichts anderes geht es in diesen Gospel-Songs, den religiösen Liedern der Schwarzen.
Schon im 19. Jahrhundert sang man auf den Plantagen Gospel.
Zwar waren um 1850 etwa 80% aller Sklaven christianisiert aber sie brachten einfach ihren eigenen Glauben und ihre eigenen Rituale mit in die neu angenommene Religion. Und eben auch ihre eigene Musik.

Doch worin bestand genau ihre ursprüngliche Religion?
Unzählige Menschen verschiedener Stämme wurden im Laufe der Zeit nach Amerika verschleppt und sie alle hatten die unterschiedlichsten Glaubensformen. Naturreligionen gleichen sich nicht immer, doch ihnen allen ist eine tief empfundene Liebe zum Land, zur Natur und zu den Elementen gemeinsam.
Das ist nur natürlich, wenn man bedenkt dass all diese Naturvölker den Elementen schutzlos ausgeliefert sind. Sie mussten im Einklang mit der Natur leben, wenn sie überleben wollten.
Uns hochtechnisierten Menschen ist das ziemlich abhanden gekommen.

Eine weitere Besonderheit, die von Antropologen erst in jüngster Zeit wieder entdeckt wird, ist der Glaube an die Reinkarnation, die Wiedergeburt.
Nicht alle afrikanischen Stämme glaubten an Seelenwanderung, aber in zahlreichen Zeugnissen von Sklaven ist dieser Glaube noch bis ins 19. Jahrhundert präsent geblieben.

Vielleicht ist also der Name Soul, für die Musik der Schwarzen kein Zufall.

Eine tief emfpundene Liebe zu Gott, ja ein fast freundschaftliches Verhältnis zu Jesus prägt ebenfalls die Musik.
Man singt über Jesus, als wäre er der beste Freund. Man singt über Gott, als hätte man ihn vorhin erst beim Mittagessen getroffen.
Wo Marvin Gaye "Oh Baby I wanna be close to you" sang, hätte er ebensogut "Oh Jesus, I wanna be close to you" singen können. Denn so singt man noch heute in afro amerikanischen Kirchen - man verjazzt die Religion, man lobpreist den Herrn mit Rock'n Roll!

Und das ist sexy! Gospel und Soul - das ist Sinnlichkeit pur.
Wenn bei baptistischen Erweckungspredigten die Leute in religiöser Ekstase reihenweise in Ohnmacht fielen, dann hatte das mindestens genauso viel mit sexuellen Gefühlen zu tun wie mit religiösen.
Man konnte sich regelrecht hineinsteigern in diese Baptisten-Religion des späten 19. Jahrhunderts.
Und die Sinnlichkeit hat bis heute überdauert - schwarze Musik ist nicht kalt und steril, sie ist körperlich! Und sie fordert auch vollen Körpereinsatz.
Kein Wunder, dass Weiße oft so ein mieses Rhythmus-Gefühl haben, sie tanzen nicht beim Beten!

Michael Jackson machte den Tanz zum Gebet! Und das ist kein Zufall.

Michael Jackson, entdeckt von Berry Gordy, groß geworden in Motown, der Hitschmiede der schwarzen Musik, inspiriert von James Brown und erzogen von Diana Ross - dieser kleine Knirps sog Gospel und Soul ja praktisch mit dem Strohalm ein!

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Und als dieses Foto aufgenommen wurde, war die Welt ja sowieso schon wieder im Umbruch. Die ruhigen 50er Jahre waren vorbei und die sehr stürmischen 60er Jahre waren in vollem Gange.
Die Hippies mit ihrer fernöstlichen Lebensphilosophie tauchten gerade rechtzeitig auf, um den Schwarzen interessiert bei ihrer Bürgerrechtsbewegung zuzugucken.
Die Rede "I have a dream" von dem schwarzen Prediger Martin Luther King wurde so etwas wie ein religöses Manifest und sie hat bis heute nichts von ihrer Eindringlichkeit und ihrer Kraft verloren.
Doch viele wissen nicht, dass Martin nicht nur ein politischer Mensch, sondern auch ein tief spiritueller Mann war. Er war Prediger, Bürgerrechtler und er war inspiriert von Mahatma Gandhi. Vor allem aber war er gläubig und zwar auf einer Ebene, die weit über bloße Gottesfurcht hinaus ging. Er glaubte an die Kraft Gottes, die in jedem Menschen innewohnt. Nur deswegen hatte dieser Mann den Mut, zu tun was er tat.

Als King 1968 ermordet wurde, war der Schock beinahe mit Händen zu greifen.
So muss es sich damals für die Schwarzen Amerikas angefühlt haben, wie 2009, als unser King ermordet wurde.
Und wie 2009, so ging auch 1968 mit Martins Tod eine Welle der Energie um den Erdball - eine Welle, von der auch der kleine Michael mit seinen damals 10 Jahren ergriffen worden sein muss.

Wenn man Michaels Inspirationsquellen und Vorbilder jener Zeit benennen müsste, würde man die Namen James Brown, Diana Ross, Marvin Gaye und Martin Luther King in einem Atemzug nennen.

Und seine musikalische Spiritualität, die wurzelte unter anderem in der tiefempfundenen Religiösität des Gospel, in der inneren Stärke des Soul, im Selbstbewusstsein des Jazz und in der damit verbundenen Liebe zur Natur, zu Jesus und in der sinnlichen Körperlichkeit und Lebensfreude seiner schwarzen Vorfahren.

Fortsetzung folgt:
Michaels indianisches Erbe




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Zuletzt von Zoey am Di 9 Jul 2013 - 23:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: WE MUST BRING SALVATION BACK - DIE WURZELN DER SPIRITUALITÄT IN MICHAEL JACKSONS KUNST   So 7 Jul 2013 - 18:37

Sehr interessanter Beitrag, danke! Lächeln 
 
Über das Thema gibt es einen sehr aufwühlenden Roman, nämlich 'Der Klang der Zeit' von Richard Powers. 
http://www.amazon.de/Klang-Zeit-Roman-Richard-Powers/dp/3596159717/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1373214536&sr=1-1&keywords=Der+Klang+der+Zeit

Ich habe ihn gelesen noch bevor ich MJ Fan wurde. Ein echter Wälzer, fast 800 Seiten, nicht immer leicht zu lesen. Doch dieses Buch macht in ergreifender, oft auch schockierender Weise deutlich, was es bedeutet hat, Mitte des letzten Jahrhunderts als Schwarzer Musiker in Amerika zu leben und zu arbeiten. 

Nur so nebenbei, vielleicht interessiert es ja jemanden.

:)
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BeitragThema: Re: WE MUST BRING SALVATION BACK - DIE WURZELN DER SPIRITUALITÄT IN MICHAEL JACKSONS KUNST   So 7 Jul 2013 - 18:45

Oh ja, der Klang der Zeit ist eins meiner Lieblingsbücher. OK


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BeitragThema: Re: WE MUST BRING SALVATION BACK - DIE WURZELN DER SPIRITUALITÄT IN MICHAEL JACKSONS KUNST   So 7 Jul 2013 - 22:56

Schöner Thread.. danke Zoey...Tova 


Herz .."it just IS".. Herz 

 “I really don’t know how to describe soul. I think it’s just something you’re born with or without. It’s just there. It doesn’t have anything to do with what color you are are or how much money you have or where you live. It just is. You know what I mean? It just is!” - Michael (1972)


“In his heart he carried other lifetimes. It was more than having soul; it was soul that went deep into the soil of a whole people’s history”. -Smokey Robinson



Don't be fooled by my beauty... The light of my face comes from the candle of my spirit... ~ Rumi

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BeitragThema: Re: WE MUST BRING SALVATION BACK - DIE WURZELN DER SPIRITUALITÄT IN MICHAEL JACKSONS KUNST   Fr 23 Aug 2013 - 23:05

Vom Kriegstanz zum Moonwalk - Michaels indianisches Erbe

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Ihr Lieben,

wie uns Michael selbst verriet, hatte er nicht nur afrikanische, sondern auch indianische Vorfahren, die sein Wesen und nicht zuletzt seine Kunst sicherlich stark geprägt haben.
Joe Jackson schreibt in seinem Buch von seinen indianischen und afro amerikanischen Urgroßeltern:
Joe Jackson schrieb:
Urgroßvater Jack wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Stamm der Choctaw geboren. Er war ein indianischer Schamane. Und er wurde sehr für seine Fähigkeit zu heilen geschätzt.
Dann verliebte sich Urgroßvater in das feine Mädchen mit Namen Gina. Im Jahr 1838 wurde ihr erster Sohn geboren, ein Junge, den sie Israel nannten. Unglücklicherweise war es in jener Vergangenheit so, dass wenn ein Elternteil Sklave war, das Kind ebenfalls als Sklave angesehen wurde.
Indianer Jack war eine freie Person, aber meine Urgroßmutter war leider eine Sklavin, und darum konnte Israel sich nichts erhoffen, wenigstens noch nicht.
Als Israel erwachsen war, nannten ihn die Leute bei seinem Spitznamen Nero. Nero, Sohn von Jack, was schließlich zu Nero Jack-son wurde.
Neben Joes Choctaw Vorfahren, gab es in Michaels Stammbaum auch einige Cherokee-Indianer, vorwiegend auf Katherines Seite.

Wie für viele Indianer der amerikanischen Südstaaten, war auch das Leben von Michaels Vorfahren kein Zuckerschlecken.

Die Cherokee und die Choctaw Indianer, gehörten zu den sogenannten "Fünf ziviliserten Stämmen" der amerikanischen Südstaaten. Sie wurden so genannt, weil diese Stämme (oder Nationen, wie sie sich selbst nannten) schon seit langer Zeit eine funktionierende Verwaltung, eine Demokratie, eine Schriftsprache und ein öffentliches Schul- und Gesundheitssystem hatten - etwas wovon die junge Nation der USA zu diesem Zeitpunkt nur träumen konnte.
Die Cherokee und die Choctaw gehörten nicht nur zu den gebildetsten der amerikanischen Ureinwohner, sie waren auch diejenigen, die sich am meisten mit den Kulturen der Schwarzen und der Weißen vermischten.
Schon früh nahmen diese Stämme entlaufene Sklaven auf, weswegen sie von den weißen Sklavenhaltern regelrecht gehasst wurden.
So ist es kein Wunder, dass die Cherokee-Nation im Jahr 1830 auf Befehl des Präsidenten Andrew Jackson nach Oklahoma zwangsumgesiedelt wurde.
Wobei das sehr milde ausgedrückt ist. Richtig ist, dass ihre Dörfer niedergebrannt wurden, dass sie verschleppt und gefoltert wurden und schließlich wie Vieh zu den viele hundert Kilometer langen Marsch der Tränen antreten mussten, bei dem Tausende Indianer an Hunger, Auszehrung, Krankheiten und Erschöpfung starben.
(Alles über den sogenannten Trail of Tears könnt ihr auf Wikipedia nachlesen.)

Später nahm man den Cherokee und den Choctaw nicht nur ihre Kinder weg, man raubte ihnen auch ihre Sprache, ihre Kultur und ihre Würde. Noch immer sind diese Menschen damit beschäftigt, ihre Wurzeln wieder zu finden.

Michael kannte seine Wurzeln und er, der von heilenden Schamanen abstammte, wusste sie auch einzusetzen.
Sehen wir uns an, welche Parallelen es zwischen Michaels Wirken und seinen indianischen Vorfahren gibt:

Auf Wikipedia steht zum Thema Kultur und Religion der Choctaw folgendes:


Zitat :
Die Chahta verehrten früher die Sonne als Gottheit … der Sonne wurde die Macht über Leben und Tod zugeschrieben. Man stellte sich vor, dass sie auf die Erde niedersieht und so lange sie ihr flammendes Auge auf einen gerichtet hält, ist die Person sicher … Feuer als stärkste Repräsentierung der Sonne galt als besitzende Intelligenz, die in Einklang mit der Sonne wirkt … mit der Sonne in stetigem Austausch steht.
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Und weiter wird dort geschrieben:


Zitat :
Die Chahta in Mississippi sagen, es gäbe da einen kleinen Mann, etwa zwei Fuß hoch, der einzelgängerisch im dichten Wald lebt. … Er wirft oft spielerisch mit Stöcken und Steinen auf Leute … Die Indianerheiler sagen, dass Bohpoli (der ‚Werfer‘) ihnen bei der Herstellung ihrer Medizin hilft.“ Die kleinen Leute sollen auch kleine Kinder entführen, um ihnen die Geheimnisse des Waldes zu lehren
Erinnert euch das nicht an etwas?

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Doch die vielleicht wichtigste Parallele, die es zwischen Michael und seinen indianischen Vorfahren gibt, ist der Tanz.

in der Analyse zu Blood on the Dancefloor schrieb ich:

Zitat :
Der Song ist eine House-Nummer, aber der Tanz ist Salsa. Doch dabei bleibt es nicht. Der Tanz zu BOTDF vereint auch indianische Elemente, die an die Tänze amerikanischer Ureinwohner erinnern.
Und weiter:

Zitat :
Es war dieses Bild und eine bestimmte Songzeile, die mich wie ein Keulenschlag getroffen haben:

To escape the world,
I've got to enjoy this simple dance
And it seemed that everything was on my side
(Blood on my side)


Ja, es haute mich um.
Denn es gab einmal eine Gruppe Indianer, die mit einem Tanz der Welt und ihren Feinden zu entfliehen versucht hatten. Und deren Blut dafür in Strömen den Boden bedeckte.
Die Rede ist von den Geistertänzern von Wounded Knee.
Tanz war für die Indianerstämme Nordamerikas mehr als nur eine kultische Handlung - es bestimmte jeden Lebensaspekt.
Insbesondere die Cherokee nutzten Tanz als Kommunikationsform mit der geistigen Welt.
Für sie war das Tanzen nicht nur Teil ihrer Kultur, es war Ausdrucksform, Gebet, Kommunikation und mystische Versenkung in einem.
Die Cherokee tanzten zu Beerdigungen und Geburten, zur Maisernte und zur erfolgreichen Jagt, zu Sonnen- und Mondfesten und zu Reinigungszwecken. Tanzend riefen sie ihre Schutzgeister an. Tanz war also gleichermaßen Ritual wie auch Heilung.

Die Choctaw hingegen legten auch geheime Botschaften in ihre Tanzbewegungen. Geheimbotschaften und Codes sind seit jeher Teil der Choctaw Kultur, bis heute sind sie als die besten Code-Knacker der Welt bekannt und wurde als solche auch im 2. Weltkrieg eingesetzt. Der einzige Code, der nie entschlüsselt wurde, ist indianischen Ursprungs.

Wen wundert es da, dass die Choctaw ihre Tänze mit mystischen Botschaften nur so füllten?
Jede Tanzbewegung hatte etwas zu bedeuten, jede Gestik beinhaltete eine Botschaft.

Einer ihrer Nachfahren verstand es wie kein anderer, dieses Wissen weiter zu entwickeln und legte in seinen Tanz einige der wichtigsten Botschaften, die er uns je mitteilen wollte.

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@Zoey schrieb:

Wir sehen also genau hier im Tanz die Verbindung zwischen BOTDF und den Geistertänzen der Indianer: Die Verbindung zwischen dem Himmel und der Erde, zwischen der geistigen und der irdischen Welt, um die Polarität zu überwinden und das Dunkle Kraft der uns innewohnenden Liebe zu neutralisieren. Dieser Tanz weist uns an, die Schranken zu überwinden und uns mit dem Himmel zu verbinden.
Michael Jackson schrieb:
On many occasions when I’m dancing, I am touched by something sacred.
In these moments I feel my spirit is raised and become one with all there is.
I become the winner and the subjugated, I become the master and slave, I become the singer and song, I become the expert and the known.
Still dancing and then this is the eternal dance of creation.
The creator and creation merge in one of joy.Still dancing …and dancing …and dancing,
… until there is only the dance. ” ~Michael Jackson - Dancing the Dream~


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