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 Jackson 5 in Afrika 1974

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BeitragThema: Jackson 5 in Afrika 1974   Di 16 Apr 2013 - 13:00

Einige von euch kennen die Artikel vielleicht schon aus einem anderen Forum. Ich werde meine Übersetzung jetzt nach und nach hier einstellen. Alles zu übersetzen wollte nicht ganz gelingen , manches ist auch nicht unbedingt wichtig, aber dennoch bleibt genug zum Lesen.




Mamadou Johnny Secka hatte Michael und Joe Jackson das erstemal bei der Oscar-Zeremonie im März 1973 getroffen, als Michael dort das Lied „Ben“ singen sollte. Das Lied hatte als Film-Song eine Oscar-Nominierung bekommen. Bei dem Treffen erzählte Secka Joe von seinem Wunsch, die Jackson 5 für Konzerte nach Afrika zu bekommen.





Michael erinnert sich:

„Als wir in Afrika aus dem Flugzeug stiegen“, erinnert er sich, „wurden wir von einer langen Reihe von afrikanischen Tänzern begrüßt. Ihre Trommeln und Klänge erfüllten die Luft mit Rhythmus. Ich bin durchgedreht, ich fing an zu schreien: Jawohl! Sie haben den Rhythmus ... Das ist es. Dies ist, wo ich herkomme. Der Ursprung.“
(Ebony 47, 1992)


In seinem Buch Moonwalk (S. 88) schreibt Michael:
….
Die Musik war ebenfalls eine Offenbarung. Die Rhytmen waren phänomenal. Als wir bei der Ankunft aus dem Flugzeug stiegen, dämmerte der Morgen, und wir wurden von einer großen Zahl afrikanischer Tänzer in Eingeborenentracht und mit Trommeln und Rasseln erwartet. Sie tanzten alle wie wild. Sie waren völlig weg. Mann, das war ein Erlebnis. Was für eine gelungene Art, uns in Afrika zu begrüßen. Ich werde es nie vergessen.
Und die Handwerker auf den Märkten waren unglaublich. Während wir zuschauten, stellten sie etwas her und verkauften gleichzeitig andere Dinge. Ich erinnere mich an einen Mann, der herrliche Holzschnitzereien machte. Er fragte, was man wollte, und man sagte: „Ein Gesicht“, und er nahm ein Stück Holz, schnitzte daran herum und schuf dieses bemerkenswerte Gesicht. Man konnte zusehen, wie es unter seinen Händen entstand. Ich saß einfach da und beobachtete, wie Kunden ihn baten, dies und das für sie zu machen, und er fertigte eine Schnitzerei nach der anderen an. ...


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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   Di 16 Apr 2013 - 14:01



Blues & soul Artikel von Kwame (Ronnie) Brathwaite

The Jackson Five in Afrika 1974

...
Es war Montag, der 21. Januar, als ich einen Anruf von Logan Westbrooks, nationaler Werbedirektor der CBS für R'n'B erhielt, der mich darüber in Kenntnis setzte, dass die Jackson 5 eine Reise nach Afrika machen würden und er (Logan) wollte wissen, da er den Veranstalter unterstützte, ob ich diese Reise begleite. Ich brauchte ungefähr 1/60 einer Sekunde, um zu antworten und dann wurden Vereinbarungen getroffen. Ich habe noch nicht einmal die Tatsache hinterfragt, dass sie (Anm. die Jacksons) für Motown aufnehmen und Logan bei CBS angestellt war. …
(Anm. An dieser Stelle berichtet der Autor u.a., dass er für die bevorstehende Reise seine Choleraimpfung auffrischen und seinen Ausweis verlängern lassen musste.)

...Ich erfuhr bald, dass der Veranstalter bzw. Produzent, der die Tour der Jackson 5 nach Afrika holte, kein geringerer als mein senegalesischer Freund Mamadou Johnny Secka war, Filmemacher, Journalist sowie jetzt Konzertpromoter, der in den letzten Jahren in New York gelebt hat. Als er das erstemal in den USA war, schrieb ich einen Artikel über ihn, der in mehreren Zeitungen des ganzen Landes veröffentlicht wurde. Wir arbeiteten auch bei der Organisation einer Veranstaltung für den afrikanischen Sportrat zusammen, als eine gesamtafrikanische Leichtathletikmannschaft in die Staaten kam, um sich mit den US-Leichtathleten in Durham, NC, zu messen. ....

Ich kontaktierte Johnny und bestätigte, dass Blues & Soul in der Tat bei jedem Schritt der Reise vertreten sein wird. Mit den Jackson 5, die einer der besten Bands aller Zeiten unabhängig vom Alter sind (meiner Ansicht nach) war dies eine Reise, auf die ich mich wirklich freute.....

Senegal ist der westlichste Punkt des Kontinents Afrika, der nächste Punkt zu den USA und einer der letzten Punkte, den viele unserer Vorfahren von der Heimat sahen, bevor die Sklavenschiffe abfuhren. Die Hauptstadt ist Dakar, und es ist eine der modernsten Städte in West Afrika. ….

Mamadou hat einige ehrgeizige Ideen. Ich traf ihn, als er in New York war auf einer privaten Mission zur „Förderung eines besseren Verständnisses“ von Afrika, die ihn rund um die Welt führte. Er war auch auf der Suche nach schwarzen Investoren mit genügend Weitsicht, gleich zu Anfang in die wachsende Filmindustrie einzusteigen. Da Schwarze in den Vereinigten Staaten mehr Geld verdienen als alle anderen Schwarzen in der Welt (im Durchschnitt) startete die Suche nach Investitionen in Amerika. Secka sieht einen riesigen neuen Markt für Live-Auftritte als auch Rekordumsätze in Afrika in den nächsten Jahren. ...

Kurz vor der Abreise nach Afrika sprach Mamadou zu der Gruppe und ihrer Begleitung: „Heute ist ein herrlicher Tag für mich, weil ein Traum wahr wird ... Es war im Mai, als ich Mr. Joe Jackson und Michael bei den Akademie Awards in Hollywood traf. Nach einem Gespräch mit ihm über mein Land, versprach ich ihm, ihn eines Tages dorthin zu bringen. Mr. Jackson drückte aus, wie sehr er seinen Kindern Afrika eines Tages zeigen wollte. Also für uns ist ein Traum wahr geworden.“

Es war Dienstagabend, 29. Januar, als wir den PanAm Flug 184 bestiegen mit den Jackson 5. Jeder war aufgeregt, denn für die meisten von ihnen war es die erste Reise nach Afrika. Wir hatten gerade ein Fotosession auf dem Flughafen beendet und die J5 waren müde. Sie waren aus Los Angeles eingeflogen diesen Morgen, hatten eine Zwischenlandung mit einem Aufenthalt von 3 1/2 Stunden, während dessen eine Pressekonferenz abgehalten wurde und einen 6 ½ Stunden-Flug immer noch vor sich. Trotz ihres straffen Terminplans waren sie sehr kooperativ, denn sie erlaubten Fotos und Autogrammanfragen der anderen Passagiere und Flughafenpersonals. Ihre Begleitung zählte 25 Personen. Seitdem die 3 jüngsten, Randy, Michael u. Marlon, eingeschult waren, kam Mrs. Rose Fine, ihre Privatlehrerin für die 10-Tage Reise mit. Sogar zur Abflugszeit wussten wir nicht, in welche Länder wir kommen würden. Wir waren sicher wegen der Termine in Dakar, aber andere Veranstalter hatten vom Aufenthalt der J5 gehört und machten verspätete Bemühungen, Konzerte in ihre Region zu bringen. Es kam heraus, dass die Angebote von Ghana, Sambia und Äthiopien an Formsachen scheiterten.

Der Abflug verspätete sich um 10 bis 15 Minuten, aber verlief glatter als er sein könnte.
An Bord der 707 hatten wir viel Platz.....

Ich sprach mit Jackson 5 Anwalt Richard Aarons, der mich darüber informierte, dass die Gruppe Pläne für einen Film ankündigen wird mit den Jacksons in der Hauptrolle, nicht als Sänger aber als Familie in den 1860er Jahren in den USA und deren Probleme. Der Film wird im Frühling in Arizona gedreht und wahrscheinlich noch in diesem Jahr veröffentlicht. Hergestellt wird der Film von einer unabhängigen Gesellschaft, geleitet von Raymond St. Jacques und trägt den Titel "Isomin Cross & Sons". Blues & Soul wird vor Ort sein und wenn möglich für Sie ein paar Fotos vom Dreh bekommen.

An Bord kennen wir uns alle. Pressemitglieder sind: Veronica Claypoole vom Black Enterprise Magazine, Linda Corrant vom Encore Magazine und meine langjährige Freundin Marion Etoile-Watson von Metromedia. Grayson Mitchell von Johnson Publications und Frankie „Hollywood“ Crocker vom WBLS FM Radio waren die anderen Mitglieder der Presse. Crocker fungierte auch als Co-M.C. mit Produzent Secka.

Die Unterhaltung an Bord war ziemlich allgemein, die Jacksons sprachen wie erwartet über ihre bisherigen Reisen in Europa, lustige und interessante Ereignisse auf ihren Touren sowie über Geschehnisse hinter den Kulissen. Sitz Hopping war beliebt, während wir uns gegenseitig bekannt machten....Als wir in Dakar landeten waren wir eine große Familie.

Es war noch dunkel, als wir am Flughafen von Yoff in Senegal aufsetzten.

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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   Di 16 Apr 2013 - 14:18

Wir gingen von Bord und wurden zur V.I.P. Lounge eskortiert, wo uns ungefähr 35 – 40 Trommler und Tänzer am Eingang außerhalb des Gebäudes begrüßten. Sie performten für die Gruppe und wir betraten das Gebäude für eine Pressekonferenz mit dem Senegalesischen Radio, Fernsehen und der überregionalen Zeitung Le Soleil. Nach der Konferenz kehrten wir zu den Tänzern zurück und die Kollegen stimmten mit ein, versuchten die Schritte der Tänzer nachzuahmen.

Ich würde sagen, dass Randy die Schritte am besten kopierte. Die Feierlichkeiten setzten sich ungefähr 30 Minuten fort während die Sonne aufging, fast als ob die Trommler und Tänzer sie hatten erscheinen lassen, (der Wechsel von der Nacht zum Tag war so plötzlich, dass ich nicht so sicher bin, dass sie es nicht waren). Wir bestiegen 3 Transporter für die Fahrt in die Stadt zum Teranga Hotel am Independence Square. Das Hotel war das neueste in der Stadt und noch keine 10 Monate alt. Dekoriert ist es mit vielen afrikanischen Skulpturen.

Wir trafen uns nach dem Auspacken in der Lobby um die Straßen von Dakar zu erkunden. Wenn Sie Senegal oder die Hauptstadt nicht kennen, hier haben die Leute wenig oder kein Gehalt im Vergleich zu den meist anderen Verhältnissen. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei etwa 150.00 $ pro Jahr, und die Bestbezahlten sind Angestellte des Öffentlichen Dienstes und Regierungsmitarbeiter. Der Rest arbeitet entweder in den Hotels, geringfügige Tätigkeiten oder geht in den Straßen oder am Flughafen anschaffen. Die beste Möglichkeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen ist das Handeln mit Perlen und anderen Artefakten. Selbst kleine Kinder lernen die Kunst des Verhandelns und gehören zu den besten Verkäufern, vor allem wenn man sich nicht schnell das Geld merken kann (Anm. wegen der Währung). Die meisten Geschäfte sind nicht im Besitz von Senegalesen sondern Libanesen und anderen Ausländern, die größeren Unternehmen besitzen hauptsächlich Franzosen.

Nun, alleine kann ich unauffällig durch die Straßen gehen, aber wenn man in einer großen Gruppe zusammen ist, in auffallender US-Kleidung und mit den Jackson 5 - zumal überall 3 Meter hohe Plakate der Gruppe hingen -, ist es nicht einfach. Die Gruppe zog Massen von Fans, neugierige Passanten und Straßenverkäufer an, die Schnitzereien, Perlen, Schmuck und Koras (eine Art Vorgänger der Gitarre) verkaufen wollten.

In Senegal wie in allen Teilen Afrikas sind die Menschen freundlich. Wie in den meisten Teilen der Welt sind sie auch neugierig, so könnte man denken, dass man ausgestellt ist, sobald bemerkt wird, dass man ein Fremder in der Gegend ist. Es gibt eine Art Herzlichkeit, die die meisten Brüder Afrikas ihren Brüdern von den Vereinigten Staaten entgegenbringen, aufgrund ihres berühmten Lebensstils und dem was sie in Zeitungen und Zeitschriften lesen. Manchmal zeigen sie nicht unbedingt unsere beste Eigenschaft, aber es gibt unzweifelhaft eine weit verbreitete Verehrung für „Soul brothers“ und Nachrichten über die schwarze Westerfahrung.


Quelle: J5Collector


Zuletzt von Sunflower am So 5 Mai 2013 - 21:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   Di 16 Apr 2013 - 23:47

Auch die jungen Revolutionäre sind Soul (R&B) Fans und mögen James Brown, Aretha Franklin, Stevie Wonder, die Staple Singers, die Jackson 5 und die anderen Größen auf diesem Gebiet. Doch viele beurteilen die Auftritte als ein weltweiter schwarzer Befreiungskampf.

Kurz vor dem Konzert im Demba Diop Stadium, dem ersten der 3 Konzerte, sprachen wir mit mehreren Studenten, die in der 1. Reihe darauf warteten, die Jackson 5 zu sehen. Sie waren lautstark in ihrem Anti-Senghor (Anm. Senghor = Präsident v. Senegal) Protest und missbilligten seine „Yes sir boss, yes sir boss“-Beziehungen mit Frankreich. Sie waren auch gegen Nixon für sein Desinteresse um die afrikanische Befreiung und die Freiheit schwarzer Menschen überall. ...

Es schien, dass in jedem Interview über die Konzerte sich Politik einschlich und die Jugend nutzte die Gelegenheit, ihre Unzufriedenheit über ihr Land auszudrücken und schwor öffentlich, dies wäre eine Revolution. ...

Das Konzert begann etwas zu spät und die Jackson 5 waren die einzige Gruppe in der Show. Mamadou Johnny Secka und Frankie Crocker (Mamadou übersetzte für ihn) begannen die Show mit einer Moderation, die den Jackson 5 einen begeisterten Beifall des Publikums bescherte. Die Jackson 5 eröffneten das Konzert mit dem Titelsong ihrer Get it Together-LP, der irgendwie angemessen schien. G.I.T. war das Thema und die G.I.T.-Anstecker waren unsere Delegationsidentifikation für die Dauer unseres Aufenthaltes. Sie ist eine der am meist begehrten Sachen zusammen mit J5 Fotos und Poster geworden. Ja, „Get it Together“ war tatsächlich von allen Seiten betrachtet eine sehr passende Nachricht.

Die Show ging gut, als gerade nach einem der Explosionseffekte in einer der Songs der Geruch nach Rauch wie nach einem durch defekte Elektrogeräte ausgelöstes Feuer in der Luft war. Rauch überflutete die Bühne, viel mehr als für den Effekt gebraucht wurde und die Stimme Mikes erstarb. Es schien, dass mit der ganzen Ausrüstung und Beleuchtung, die sich auf die Transformatoren stützten, einer von ihnen durchbrannte und einen Stromausfall verursachte. Der Rhythmus war noch laut und klar, aber nach Feststellung, dass sie kein Getränk für Sänger Mike bekamen, verließen Marlon, Michael und Jackie die Bühne, während der Rhythmus fortgesetzt wurde, solange Reparaturen und/oder Ersatz gemacht wurden. Als sie die Bühne wieder betraten, gab es einen stürmischen Beifall und von da an ging alles glatt.

Das Publikum, das bis dahin relativ ruhig gewesen war, wurde lebendig und anerkennend, was sie vorher vermissen ließen. Es gab einen Punkt, an dem Michael, während er sang, von der Bühne in die Kameraanlage sprang und zum Publikum spazierte. Er zog seine Jacke aus und warf sie zu Boden, wo eine verrückte Krabbelei um das „Andenken“ begann. Ein Tauziehen folgte um dieses Stück, aber der Sieger war Promoter Johnny Secka, er schlug alle in der „Schlacht um Michaels Jacke“.



Das Publikum war genauso wie die Jugendlichen in Gary oder Los Angeles. Sie mochten vor allem die rhythmischen Choreografie-Nummern wie „Daddy was a Rolling Stone“. Überhaupt nicht ihr Vater, Joe Jackson, der wie immer mit ihnen auf der Tour war. Pop, der das Geschäft abwickelt ist das Gehirn hinter der Gruppe und der einzigste Grund für ihren Erfolg.

Mrs. Katherine Jackson (Mutter der Gruppe), die nicht dabei war (noch die Ehefrauen von Tito und Jermaine) erinnerte sich kürzlich an die Tage zurück in Gary ... „Einer der Gründe für das Interesse der Jungs an der Musik ist, weil Joe und ich nicht zulassen wollten, dass sie zu viel auf den Straßen rumhängen. Ich erinnere mich, als die Jungen ihren ersten Talentwettbewerb gewannen. Natürlich war ich irgendwie überrascht, als sie als die Erstplatzierten angekündigt wurden. Viele Male verbrauchte Joe Geld, das für das Haus benötigt wurde, für Mikrofone, Gitarren oder eine andere Notwendigkeit für die Gruppe. Als Mutter bin ich es gewohnt, dafür zuständig zu sein, wofür das Geld im Haus ausgegeben wird. Aber unnötig das zu sagen, die Investitionen für die notwendigen Instrumente waren erforderlich und es war von Vorteil, weil die Jungen sehr hart übten und in all den Jahren der Talent-Shows und kleinen Engagements hat es sich gelohnt.“

Joe Jackson war nicht ohne seine eigene Sternstunde, denn er wurde von der senegalesischen Regierung geehrt mit dem höchsten Orden des Landes, der Medaille des Löwen, in einer besonderen Zeremonie zu seinen Ehren. In Abwesenheit des Präsidenten Senghor, der in Frankreich war, wurde die Medaille von Tourismusminister Fall, der zu den nettesten und tüchtigsten Personen zählt, überreicht. Im Gegenzug übergab Michael der Regierung ihre neueste goldene Schallplatte.

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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   Mi 17 Apr 2013 - 0:12

Die Jackson 5 mit ihrer Begleitung betreten die Fähre


Bei weitem der dramatischste Teil der Reise war der Besuch der Insel Goree, auf der noch das Sklaven-Gefängnis und Häuser stehen. Jedes Jahr nehmen Tausende von Touristen die Fähre von Dakar nach Goree. Die Gewässer sind immer noch von Haien bewohnt sagen manche, aber in der Nähe der Insel schwimmen viele Kinder um das Boot und tauchen für Münzen, die von Bord geworfen werden.

Das Sklaven-Gefängnis wurde 1776 von den Niederländern gebaut und war das letzte auf Goree. Das erste wurde von den Portugiesen im Jahre 1536 gebaut. Während der portugiesischen Herrschaft, die bis 1580 dauerte, waren auf Goree überall Sklavenhäuser und -gefängnisse, die eine Aufnahmekapazität von 1200 Sklaven hatten. Zwei bis drei Monate mussten die Sklaven angekettet in engen Zellen auf die Schiffe für die Überfahrt warten. Einige Zellen für Männer fassten 15 bis 20 Sklaven, sitzend mit dem Rücken zur Wand.



Die Ketten wurden nur einmal pro Tag entfernt, damit sie auf die Toilette gehen konnten. Das Leben war so schlecht, dass das Gelbfieber sich ausbreitete und 1789 die Hälfte der Bevölkerung von Goree hinweg raffte. Viele Mitglieder unserer Reisegruppe waren sichtlich erschüttert als der Reiseleiter, der "Griot" (Anm. traditioneller afrik. Bänkelsänger), die Geschichte von Goree erzählte. Er gab den Jackson 5 und einigen von uns anderen Stücke der jetzt verrosteten Ketten, die unsere Vorfahren gefangen hielten - Männer, Frauen und Kinder, von denen nur ein kleiner Prozentsatz davon tatsächlich lebend die Sklaven-Plantagen der Karibischen Inseln erreichten.



Die Shows am Samstag und Sonntag im Theater National Daniel Sorano waren auch wie Dynamit, aber die Erinnerung an Goree war im Gedächtnis. ...

The Jacksons, einer nach dem anderen

Das Telefon klingelte und ein französisch sprechender Mitarbeiter informierte mich, dass ich einen Anruf bekomme aus dem Senegal, einer französichen Kolonie am westlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents und das einst eine wichtige Rolle im Sklavenhandel gespielt hat. Allerdings, das war alles Teil von gestern und die heutige große Nachricht aus der Hauptstadt Dakar war, dass die Jackson 5 ihre erste Reise auf den Kontinent machten. Ronnie Brathwaites vertraute Stimme teilte mir mit, dass er alle sechs Mitglieder der Jackson 5 zusammenrief und sie bereit wären zu sprechen.

Der erste am Telefon war Tito, der schnell betont, wie aufregend es für die ganze Familie ist, in Afrika zu sein. „Es ist unser erstes Mal hier und es hat mir den Atem verschlagen, wie höflich die Leute hier sind“, rief er aus. Tito fuhr fort zu erklären, wie die Tour war, die sie zusammen mit einem Mann namens Johnny Secka auf die Beine gestellt haben und dass es mehr eine politische Reise sei statt eine Tour für finanzielle Einnahmen. Titos Abschiedsworte waren, man solle auf das nächste Jackson 5 Album achten, weil es von dem abweicht, wofür die Gruppe bekannt ist. „Es ist etwas anders, ein wenig reifer und eine Fortsetzung dessen, was wir beim „Get it together“ Album versuchten“, kicherte er. Hal Davis ist wieder der Produzent.

Marlon war der nächste und ich fragte ihn, ob sein erster Kontakt mit Afrika so war, wie er es erwartet hatte. „In gewisser Weise, ja“, sinnierte er, „aber in mancher Hinsicht, nein! Ich mag hier eine Menge, aber ich ziehe es vor, dort zu wohnen, wo wir leben“. Ich fragte weiter, ob er viel Musik gehört hatte, seit seiner Ankunft und ob die J5 in diesem Teil der Welt bekannt waren. „Nun Musik hören wir, seitdem wir auf dem Flughafen gelandet sind, weil die Musik über die Lautsprecher kam. Aber es war hauptsächlich afrikanische, hiesige Musik anstatt Stücke, die wir kennen. Die Menschen hier wissen Bescheid über uns und jeder kennt Michael.“

Als Jackie, der älteste der Brüder, ans andere Ende der Leitung kam, nahm ich die Gelegenheit wahr, das Thema zu ändern und befragte ihn nach seiner Solo-Karriere als Musiker, die vor kurzem mit seiner ersten LP begann. „Nun, jedem, den ich kenne hat es gefallen“, begann er, „und ich denke, ich bin selber glücklich darüber. Es war meine eigene Idee und wir begannen mit der Arbeit vor über einem Jahr, wissen Sie. Ich wählte das ganze Material selber. Übrigens möchte ich darauf hinweisen, dass ich lediglich die Aufnahme als Solo-Künstler vornahm, aber ich werde immer bei der Gruppe sein und ich habe keine Pläne, Solo-Shows oder so etwas zu machen.“ Ich erkundigte mich weiter bei Jackie, wann die Jackson 5 als nächstes in Europa wären und während der Erklärung, dass dies nicht bis zum Herbst geschehe, vermittelte er mir, dass die ganze Familie mit der Arbeit an einem Film begonnen hatte. „Es ist etwas, wobei wir Raymond St. Jacques, der im Film unseren Vater spielt, helfen mitzugestalten. Wir machen auch die Musik.“ Es scheint, dass der Film ein Western wird, an dem die sechs Brüder mitwirken und Motown wird die Finanzierung für die Herstellung des Films nicht übernehmen.

Der elf Jahre alte Randy folgte Jackie am Telefon und er sprudelte über vor Aufregung in Afrika zu sein. „Ich habe schon viel eingekauft und ich werde weitere dieser Statuen kaufen, die von einigen der Leute hier gemacht werden“, kicherte er, offensichtlich jede Minute davon genießend, „und die Leute sind so nett zu uns. Sie behandeln uns wirklich gut.“

Jermaine begann das Gespräch, indem er über die einheimische Küche sprach, von der er das meiste sehr mochte. „Es unterscheidet sich sehr von unserem Essen zu Hause“, betonte er. „Einiges davon ist so viel würziger und manches ist sehr, sehr einfach. Ich mag die sehr heißen Gerichte und eine Fleisch-Suppe, die sie hier machen. Ich nehme das Rezept mit nach LA!“

Ein offensichtlicher Punkt der Diskussion mit Jermaine war seine Solo-Karriere als Musiker, aber er war wirklich nicht zu positiv in diese Richtung: „Ich weiß wirklich nicht, was als nächstes kommt. Ehrlich gesagt, ich denke jetzt mehr an die Gruppe als Ganzes anstatt ein weiteres Solo-Album zu präsentieren. Ich glaube, die Jackson 5 können für immer als eine Einheit weitermachen. Das bedeutet nicht, dass ich nicht an meiner eigenen Arbeit interessiert bin. Eigentlich suche ich in London ein Antiquitätengeschäft zum Kauf. Ich liebe London und vor allem die Antiquitäten dort. Auf der letzten Reise brachte ich so viele schöne Dinge mit. Und hier in Dakar habe ich so viele Holzschnitzereien gekauft, die die Menschen hier so gut anfertigen. Aber innerhalb der nächsten zwei Jahre wird meine zweite Heimat definitiv in London sein.“

Zu guter Letzt am Hörer war Michael, vielleicht der bekannteste der Brüder. Michaels Reise scheint sich um all die angenehmen Dinge im Leben zu drehen und vielleicht ist das die beste Einschätzung seiner Einstellung - er sucht nach dem besten im Leben und findet es deshalb öfter als die meisten.

„Es ist so warm und hell hier und es fing gut für uns an, als wir auf dem Flughafen landeten“, schwärmte er. „Sie hatten eine ganze Gruppe von einheimischen Tänzern da, um uns zu treffen und inzwischen begegneten wir schon eine Reihe von Menschen und jeder scheint so freundlich und wirklich nett. Wie meine Brüder, bin ich unterwegs Dinge zu kaufen, seit ich hier bin!“
(JA)

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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   Mi 17 Apr 2013 - 0:26



Bilder:
Ankunft in Dakar, die J5 Gesellschaft in Erwartung ihrer Fans
Riesige Plakatwände begrüßten die Gruppe und ...Joseph Jackson empfing
Senegals höchste Auszeichnungsmedaille vom Tourismusminister Moustapha
Fall.



Jet Artikel von Grayson Mitchell

Die Jackson Five bekommen neuen Beifall auf ihrer Tour in Afrika

Es war im fernen Afrika und sie taten es; singend ihrer bekannten Bebop Melodien und ausgefallene Tanzschritte über regenbogenfarbig beleuchtete Stufen; ihr modisches Aussehen erzeugte schrilles Gekreische. Die Füße wippten wie verrückt im Rhythmus.

45 Minuten spirituellen Durcheinanders gab Amerikas Sextett aus braunen jugendlichen Traumboys, die Jackson 5. Es war in Dakar im Senegal, der westlichsten Spitze Afrikas, wo die Jackson 5 kürzlich einen 6 Tage Besuch zu ihrer angestammten Heimat machten. Als Gast der senegalesischen Regierung und Künstler großer afrikanischer Berühmtheit, wurden sie wie regierende Würdenträger empfangen. Eine Gruppe buntbekleideter Tänzer begrüßte sie bei der Ankunft in der feuchten Morgendämmerung, beschenkte jeden der Jackson-Brüder mit einer Muschelhalskette und präsentierte eine Aufführung von schillernden rituellen Tänzen – genug Anlass für einen Journalisten der Entourage zu bemerken „und wir dachten „Soul Train“ wäre etwas".

Reklametafeln gaben Wochen vorher die Ankunft der Gruppe bekannt und Plakate mit ihren Bildern schauten uns von fast jedem Schaufenster entgegen. Ein jetzt im Senegal lebender Afroamerikaner sagte, die nationale Aufregung war fast unglaublich. „Bei der Begeisterung all der Menschen würden Sie denken, Nixon käme zu Besuch“, sagte er.

In der Tat habe ich nicht so viel Aufhebens bei Besuchen von Staatsoberhäuptern gesehen. Vater Joseph Jackson bekam die höchste Auszeichnung des Landes im Rahmen einer feierlichen Zeremonie für seine Verdienste um die Kunst verliehen. „Die Jackson 5 unter Ihrer väterlichen Führung", sagte der senegalesische Beamte, der die Silber-Medaille im Namen von Präsident Leopold Senghor überreichte, „stellt in der heutigen Zeit den reichsten und schönsten Teil der schwarzen Diaspora in Amerika dar.“ (Anm. Diaspora = griech. Verstreutheit, der Begriff bezieht sich u.a. auf die afrikanische Diaspora als die Gesamtheit der Afrikaner und ihrer Kulturen, die historisch u.a. durch die Sklaverei verstreut wurden, Quelle: wikipedia)

Der amerikanische Botschafter in Senegal O. Rudolph Aggrey lobte die Jackson 5-Besuche als „so etwas wie ein Meilenstein in den kulturellen Beziehungen zwischen Amerika und Afrika. Eine Verbindung, die verloren war, wurde jetzt gefunden."

All der stattliche Rummel war nicht verschwendet an Senior Jackson, der zugab lange davon geträumt zu haben, seine Söhne an Afrikas Küsten zu bringen. Für ihn war es viel mehr als nur ein weiterer Halt und drei weitere Aufführungen. „Ich bin gekommen, um eine Beziehung mit meinen Brüdern herzustellen, die schon lange überfällig ist", sagte der Vater. „Jeder geht nach Japan und Europa, aber niemand scheint daran interessiert zu sein, das Mutterland zu besuchen. Nun, wir sind hier."

Und die Afrikaner waren ebenso begeisterte Gastgeber wie die singenden Jacksons Gäste waren.
Alle drei Aufführungen waren fast komplett ausverkauft, obwohl die Sitze in der ersten Reihe für nicht weniger als 10 $ verkauft wurden (zu teuer, meinten manche übereinstimmend und bemerkten, dass das nationale durchschnittliche Einkommen pro Arbeiter um 40 $ pro Monat liegt). Die Frau eines britischen Diplomaten sagte: „Die Hälfte der Leute, die die Gruppe hören wollen, können es sich nicht leisten an diesen Veranstaltungen teilzunehmen.“ „Dies ist ein Entwicklungsland, und es ist verdammt arm", protestierte sie.

Aber das schien die jugendlichen Fans nicht zu entmutigen, die wie verrückt jubelten - genauso wie Fans in Tucson oder Hoboken - als der frühreife Lead-Sänger Michael anfing, Hits wie "ABC" oder "Get It Together" zu singen. Selbst der Sprachunterschied schien die Begeisterung nicht zu dämpfen. Senegal ist eine französischsprachige Nation und alles, was die J5 in französisch auf der Bühne hinbekamen, war ein "Bonjour", welches Marlon dem Publikum zu Beginn der Aufführung gab. Für den Moderator Frankie Crocker, Harlems Discjockey Gottheit, war es jedoch mehr als ein Problem. Ein Dolmetscher war an seiner Seite und übersetzte jedes seiner Worte: „Die Show, die Sie jetzt sehen werden, wird Ihre Hüften zum Schwingen bringen, Ihre Schritte zum Gleiten."

Der am meisten Gepriesene der singenden Truppe war Randy, der seine Congas (Anm. Fasstrommel afrikanischen Ursprungs) in die afrikanischen Herzen trommelte. In der lokalen Presse lobte man ihn mit Eigenschaften wie „berauschend“ und „schwungvoll“.

Bilder:
Vor Begeisterung hüpfend und erregt waren einige der afrikanischen Fans über die soulige Performance ihrer talentierten afroamerikanischen Brüder.
Performend vor ihren französisch sprechenden afrikanischen Brüder und Schwestern, benutzen die Jackson 5 ihre Musik um von Seele zu Seele zu kommunizieren.
Auf Randys publikumswirksame Vorführung an den Trommeln reagierte die Menge begeistert. Er wurde später mit einem Gewand von Promoter Johnny Secka beschenkt.


Zuletzt von Sunflower am Mi 17 Apr 2013 - 0:49 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   Mi 17 Apr 2013 - 0:36

Aber zunächst gab es Befürchtungen über den Empfang, den sie erhalten könnten. Bassist Tito formulierte es so: „Wir waren nicht ängstlich, wir haben gewusst, dass es ein Sprachproblem gab und waren nicht gerade überzeugt, dass wir hierher kommen konnten.“ Er sagte, ihre Angst wurde in den ersten Minuten auf der Bühne ausgeräumt.

Zwischen ihren Auftritten wurden sie ganz die Touristen, die sie waren, besuchten historische Sehenswürdigkeiten und kauften Souvenirs für ihr kalifornisches Heim. Das Verlangen, das wahre Afrika, die in den glänzenden Reiseführern nicht erwähnten menschlichen Bedingungen kennen zu lernen, gingen sie über die staubigen Pfade des Fischerdorfes von Joal, an der Küste von Dakar. Sie sahen alte Männer und Frauen, runzelig und vom Alter gezeichnet, sitzend in Zwei-Zimmer-Holzhütten ohne Fußboden.

„Es ist eine Schande", sagte Jermaine und schüttelte ungläubig den Kopf. „Ich bin sehr bestürzt, das gefällt mir nicht und wird es auch nie. Diese Leute sind wirklich arm. Wir klagen über die Armut in den Staaten, aber das ist sehr sehr schlecht."

Bis auf die grausame Armut wäre es vorstellbar für ihn dort zu leben, sagte Michael. Marlon beschuldigte die Regierung und die europäische Herrschaft für das Elend und die Not: „Dakar ist ein angesagter Ort. Afrika ist ein angesagter Ort, aber die Weißen und die Regierungsbeamten scheinen dem Volk das ganze Geld zu nehmen."


Michael schaut von der Fähre, die sie zur Insel Goree bringt

Dann besuchten sie zwei Meilen von der felsigen Küste Senegals entfernt die Insel Goree und die Festung, von wo die Sklaverei begann. Bei einem Rundgang durch die weiß getünchte Steinblockade wurden ihnen die fensterlosen Zellen, in denen Sklaven eingekerkert waren sowie die übriggebliebenen verkrusteten Fußfesseln gezeigt. Ihnen wurde erzählt, wie die Sklaven von den portugiesischen Eroberern, die das Fort 1536 gebaut haben, Zahlen anstelle ihrer Namen bekamen.

Für Jackie war es eine lehrreiche und emotionale Erfahrung. „Ich habe in der Schule über die Sklaverei und wie sie angefangen hat gelernt, aber es war nicht so real wie jetzt,“ sagte er mit feuchten Augen. Sich nach anderen Touristen umschauend, sprach er leise, „Es sieht nicht danach aus, dass es weiße Menschen berührt. Sie kommen hierher, um eine gute Zeit zu haben."

„Das sind echte Ketten", sagte Jermaine und sah auf die Fesseln in seiner Hand herab. Dann spekulierte er, dass „wenn schwarze Amerikaner alle hierher zurückkämen und mit dem Aufbau Afrikas begännen, könnte es das stärkste Land in der Welt sein“. Wie durchschnittliche Besucher, reisten die Jacksons mit Andenken an ihre Reise ab - Silberschmuck und aus Holz geschnitzte antike Stücke. Aber das wertvollste Erinnerungsstück, sagte Michael, war die Kette einer historischen Fessel vom Sklavenfort Goree. „Sie ist ein Symbol dafür, wie wir nach Amerika kamen. Ich werde sie auf eine Gedenktafel befestigen, damit niemand sie berühren kann."

Als die Jackson 5 in Afrika eine Spur des brüderlichen Wohlwollens hinterließen, war die stolzeste Person der Promoter Johnny Secka, der 27-jährige Senegalese. Für ihn war es ein besonderer Erfolg, weil es das erste Mal war, dass ein amerikanischer Entertainer oder Gruppe unter Leitung eines afrikanischen Geschäftsmannes gekommen war, um in Afrika aufzutreten. In der Vergangenheit wurden solche Reisen mit dem US-amerikanischen Außenministerium oder europäischen Veranstaltern auf dem afrikanischen Kontinent arrangiert. Neben seinen kulturellen Betrachtungen, hoffe er, dass die erfolgreiche Reise der Jackson 5 in den Senegal der Kern einer breiteren Bewegung in der Unterhaltungsindustrie unter schwarzen Künstlern sein würde, sagte Secka, Leiter der New Yorker Mamadou Productions. Weiter hoffe er, dass dadurch andere ermutigt werden, den jungfräulichen afrikanischen Musikmarkt zu erschließen.

Bilder:
Michael steuert das Schiff in Richtung Fort, in dem die Sklaverei begann.
Mit einer Fußfessel in der Hand nimmt der Führer sie mit durch eine emotionale Schilderung ihrer Sklavenvergangenheit.
Am Fort, in dem Sklaven gefoltert wurden, hört die Jackson 5-Gesellschaft dem Fremdenführer zu.


Bilder:
Aufmerksam hören die jungen Sänger einer Vorstellung von Dakars Musikern zu, die ihr Talent mit afrikanischen Instrumenten demonstrieren.
Botschafter Aggrey erhält eine Goldene Schallplatte von Michael in Dakar.


Zuletzt von Sunflower am Fr 19 Apr 2013 - 11:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   Mi 17 Apr 2013 - 0:55


16Magazine, Juni 1974

Mike, Marlon, Jermaine, Tito, Jackie und Randy laden Euch ein, die Geheimnisse des exotischen Afrika mit ihnen zu erkunden

Bild W (jeweils Anfangsbuchstaben)
Als die Jackson 5 erstmals nach Afrika eingeladen wurden – das war im Herbst 73 – waren sie begeistert über die Aussicht diesen spannenden und exotischen Kontinent zu besuchen und planten einen langen, gemütlichen Besuch! Aber die Dinge laufen nicht immer so, wie sie sollen - und als die Jacksons schließlich doch nach Afrika kamen, war es erst im Februar 1974 und sie schafften es nur für eine Woche zu bleiben!

Aber in dieser Woche, fanden sie genug Zeit, um sich in Senegal und sein Volk zu verlieben. Sie machten auch etliche Schnappschüsse und möchten sie mit Euch teilen! Das Bild oben ist das Dorf Joal in Senegal. Ein recht typisches afrikanisches Dorf. Hier wuchs Präsident Leopold Sedar Senghor auf!

Bild T
Die J5 verbrachten viel Zeit in Dakar. Nach der Ankunft hier, trafen sie den Stellvertreter des Premierministers (im Bild zwischen Papa Joe und Jermaine), der die Jacksons auf eine große Tour mitnahm.

Bild O
Einer der ersten Plätze, die Amerikaner in einer fremden Stadt besuchen, ist die amerikanische Botschaft! Dies ist die einzige in Dakar. Beachte Tito, der die Gegend fotografiert für Ehefrau DeeDee. Keine der Jackson Frauen (auch nicht Jermaines brandneue Braut Hazel) begleitete die Männer auf dieser Reise.

Bild L
Klein Randy möchte seine Perlen zeigen – echte handgearbeitete senegalesischen Perlen, die er von einem bewundernden Fan bekam.

Bild I
Es war nicht alles Sightseeing, Spaß und Spiele für die Jacksons - in einer offiziellen Zeremonie überreichten sie die Goldene Schallplatte ihres Greatest Hits-Album an Premierminister Moustapha Fall.

Bild B links
Aber die J5 gaben nicht nur etwas - sie erhielten auch etwas - Mr. Joe Jackson wurde die Ehrenmedaille verliehen "für den Aufbau einer besseren Beziehung zwischen schwarzen Amerikanern und Schwarzafrikanern".

Bild B Mitte
Die Jacksons besuchten auch die berühmte Insel Goree, der Ort, an dem Sklaven gefangen gehalten wurden, bevor sie in die Neue Welt verschifft wurden. Es ist nun eine Touristenattraktion und die J5 verbrachten viel Zeit dort.

Bild U
Leider war der Jackson-Besuch zu kurz - sie hatten Schwierigkeiten mit der Anpassung an die afrikanischen Lebensmittel und Wasser. Sie hatten gehofft, den äthiopischen Kaiser Haile Selassie in seinem Palast am Valentinstag zu treffen, aber sie waren schon am 7. Februar wieder zu Hause in Los Angeles. Abschiedsbilder von Afrika? - „Das Entertainment wird definitiv erblühen - vor allem in Dakar -. innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre.“ Sie hoffen natürlich, wieder zurück zu kehren.
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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   Fr 19 Apr 2013 - 12:19

Die im Blues & Soul erwähnte Zeitung Le Soleil schreibt u.a. in ihrem Artikel, dass die Jackson 5 im Club Aldiana in Nianing zu Mittag aßen und es dabei zu einem unbeschreiblichen Ansturm und einer Jagd nach Autogrammen kam.
(Quelle yveslebelge.skynetblogs.be)

Le Soleil-Artikel, leider gehts nicht größer

seneweb.com



Von der Tour ließ Mamadou Secka einen Film drehen, eine Mischung aus den Erlebnissen der J5 bei ihrem Besuch und Wissenswertes über Afrika. Dieser Film wurde uraufgeführt bei den Vereinten Nationen im November 1974 und am 14.07.2009 im National Black Theater in Harlem gezeigt.
(Examiner.com)

Ein Trailer zu Seckas Dokumentarfilm: Jackson 5 in Afrika

[youtube] [/youtube]

In diesem TV-Beitrag werden Ausschnitte aus der Doku gezeigt
[youtube][/youtube]

Auf heeheeshamone.com könnt Ihr euch alle 6 Teile der Dokumentation ansehen - etwas runterscrollen. Leider ist die Qualität nicht so toll.

Ein Jet-Artikel von Oktober 1974 berichtet darüber, dass Secka bekannt gegeben hat, dass der Schauspieler Robert Hooks seinen 1-Stunden Farbfilm über die J5-Tour in Afrika kommentieren wird. Der Film wird von Joe Jackson co-produziert.

Fortsetzung folgt!
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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   Do 2 Mai 2013 - 21:02

Wer sich noch weiter über die Insel Goree informieren möchte, für den habe ich noch 2 informative Berichte, sowie einen 14 Min. Film:

Spiegel.de

Bericht und Video, re. anklicken
SWR.de

Laut einem Jet-Artikel vom 28. Sept. 1978 wollte Johnny Secka Bob Marley für Konzerte nach Afrika holen.

Ein weiterer Jet-Artikel vom 19. April 1979 berichtet, dass Johnny Secka im Alter von 32 Jahren in New York an Krebs gestorben ist. Zum Zeitpunkt seines Todes arbeitete er noch an der Bob-Marley-Tour.




Fortsetzung folgt
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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   Do 2 Mai 2013 - 21:06

Jackson 5 besucht Deine Schule!

Kurz nach ihrer Rückkehr aus Afrika wurden die Jacksons von einer Schule in Los Angeles eingeladen, um von ihrer Reise zu erzählen. Die Jungen brachten ihre Erinnerungsstücke mit (einige Ketten aus der Zeit der Sklaverei) und beantworteten mehrere Stunden Fragen der Schüler. Gesungen haben sie nicht.

Rock and Soul Songs, Ausgabe Juli 1974
(J5Collector)

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BeitragThema: Re: Jackson 5 in Afrika 1974   So 5 Mai 2013 - 9:59

Danke für diesen tollen Thread, Sunflower! [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]Super, was Du alles zusammengetragen hast! [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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Jackson 5 in Afrika 1974
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