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 MARCEL AVRAM ÜBER MICHAEL

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wendy
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BeitragThema: MARCEL AVRAM ÜBER MICHAEL   So 19 Sep 2010 - 21:10

26.06.2009


Jackson-Freund Marcel Avram


"Der King of Pop ist jetzt im Himmel"




Er organisierte fünf Welttourneen für den "King of Pop", verklagte ihn dann auf 17 Millionen Euro - und bezeichnete sich dennoch als dessen Freund. Im Interview spricht der Konzertveranstalter Marcel Avram über die Ikone Michael Jackson und die Spekulationen um dessen Todesursache.


Frage: Herr Avram, was war Ihr erster Gedanke, als Sie von Michael Jacksons Tod erfahren haben?

Avram: Ich habe erst gedacht, das ist ein schlechter Witz. Man denkt ja nie an das Schlimmste. Man denkt, die Ärzte werden das schon hinkriegen und ihn wieder auf die Beine bringen. Als ich später im Hotel war und im Fernsehen die Bilder gesehen habe, wie ihn seine Ärzte für tot erklärt haben, kam ich langsam ein bisschen zu mir. Und dann bekam ich die ganze Nacht Anrufe von Australien bis Japan, von überall, wo ich mit Michael Jackson auf Tournee war. Ich realisiere erst allmählich, dass er tot ist: einer der größten Künstler unserer Zeit und ein guter Freund. Der King of Pop ist jetzt im Himmel, wie man sagt, das ist nicht schön. Ich hätte ihn gerne noch ein paar Jahre bei uns gehabt.


Frage: Haben Sie vor, zu seiner Beerdigung zu fahren?

Avram: Selbstverständlich werde ich dabei sein. Das ist nicht nur eine Pflicht, sondern eine Ehre, einem Freund, den man fast 20 Jahre betreut hat, als Produzent, als Veranstalter, die letzte Ehre zu geben.

Frage: Es wird Verschiedenes spekuliert über die Todesursache. Denken Sie, dass Jackson den Tod gesucht hat?

Avram: Nein, bestimmt nicht. Er hat das Leben so geliebt wie unsereins, unter Umständen sogar mehr geliebt als unsereins. Dass er schmerzstillende Medikamente genommen hat, wusste man. Er war nie süchtig, er hat nie geraucht oder getrunken. Wenn er Schmerzen hatte, dann hat er Schmerzen gehabt. Man weiß, dass er sich einer Kopfoperation unterziehen musste, nachdem seine Haare 1984 Feuer gefangen hatten. Damals wurde seine Kopfhaut in Mitleidenschaft gezogen, das ist sehr schmerzhaft. Aber ich möchte keine Diagnose geben, das bleibt den Ärzten überlassen. Man sollte den Mann, der uns so viel gegeben hat, in Ehre ruhen lassen.

Frage: Wie werden Sie ihn in Erinnerung behalten?

Avram: Er war eine Ikone, der größte Künstler unserer Zeit: Darsteller, Sänger, Tänzer, in Sachen Mimik und schauspielerisch, er war exzentrisch. Er war ein Freund. Und er war für uns alle der King of Pop. Und daran sollte man sich erinnern. Seine Musik, die kann uns keiner wegnehmen. Seine Videos, die sind einmalig gewesen, die sind noch immer unübertroffen. Man sollte diesen Michael Jackson in Erinnerung haben. Was diese anderen Sachen angeht, seine exzentrischen Ausflüchte und Anflüge: Wenn die Leute dabei Spaß haben, dann good luck. Das interessiert mich im Moment nicht. Ich habe einen Freund verloren. Das ist schmerzlich genug. Ich hätte ihn gerne in London gesehen. Wir haben uns verabredet, vor ein paar Wochen miteinander gesprochen, er war guter Laune. Wer denkt an Tod, wenn einer 50 Jahre alt ist und vorhat, Konzerte in England zu spielen - vor seinem Publikum und erstmals vor seinen Kindern?

Frage: Denken Sie, dass er sich vielleicht übernommen hat mit der geplanten Comeback-Tournee?


Avram: Alles ist möglich. Ich hatte ihn dafür für stark genug gefunden. Ich habe nicht geglaubt, dass er die 50 Konzerte in 50 oder 100 Tagen macht. Zum Schluss hätte ich Wetten angenommen, dass er es in zwei Jahren macht. Ich habe gedacht, er würde fünf Konzerte machen, dann wieder ein paar ausfallen lassen, dann wieder ein paar machen. Aber wenn er Zeit hat, ist das doch egal, wie lange er dafür braucht. Aber man muss nicht gleich sterben.


ZUM TOD VON MICHAEL JACKSON


Frage: Als er 1999 zwei Konzerte ausfallen ließ, hat das zu Verwerfungen zwischen ihnen und Jackson geführt - bis vor Gericht.

Avram: Ja, ich habe aber auch gewonnen. Was soll's. Er hat das eingesehen, ich habe gewonnen, wir waren wieder Freunde. Wir sind nicht böse auseinander gegangen. Ich hätte ihn gerne in London getroffen. Aber jetzt treffe ich ihn am Friedhof, das ist doch der falsche Ort. Das ist Wahnsinn, das ist schlimm. Das zu verarbeiten, ist nicht leicht. Jackson ist ein Teil von mir. Wir waren 20 Jahre zusammen.

Frage: Hat auch sein Besuch, als sie 1998 wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis saßen, ihre Freundschaft so tief werden lassen?

Avram: Über diese Zeit will ich gar nicht mehr reden. Das war eine Zeit, an die ich mich ungern erinnern möchte. Das war furchtbar. Aber er war ein Freund. Und Freunde trifft man immer, wenn man in Not ist, wenn es einem schlecht geht. Er war mein Freund und wird immer mein Freund sein.

Frage: Sie haben einmal in einem Interview gesagt, Michael Jackson hätte 100 Leben ...

Avram: Das ist eine große Enttäuschung. Ich hätte nicht geglaubt, dass er vor mir stirbt. Ich hätte gehofft, dass er noch 30, 40 Jahre lebt. Und dass er stirbt, wie man es sich vorstellt: altmodisch, im Bett, mit Kindern und Enkelkindern um sich. Egal, wie lächerlich das klingt. Aber er hat sich entschieden, vor mir wegzugehen. Ich treffe ihn schon wieder.

Das Interview führte ddp-Korrespondentin Ursula Quass

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