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 Männerüberschuss in China

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BeitragThema: Männerüberschuss in China   Mi 3 Feb 2016 - 22:53

Die halbierte Frau

Männerüberschuss in China: Dann teilt doch!
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Am Ende waren so gut wie alle beleidigt. Die Schwulen und Chauvis, die Feministinnen, die Traditionalisten sowieso. Dabei hatte Xie Zuoshi, Professor an der Zhejianger Wirtschaftsuniversität, ein Mann von 50 Jahren, der mit einer Frau verheiratet ist, doch nur einen Vorschlag gemacht, wie Chinas Problem mit den Single-Männern zu lösen sei. Auf Chinesisch werden sie guanggun genannt, "kahle Zweige".


Es gibt zu viele davon, beziehungsweise es gibt zu wenig Frauen, seit die Regierung Ende der siebziger Jahre die Ein-Kind-Politik eingeführt hat. Weil viele Eltern einen männlichen Nachkommen bevorzugen, ließen sie weibliche Föten abtreiben. Im Jahr 2020 wird es in China voraussichtlich 30 Millionen mehr erwachsene Männer geben als Frauen, und das, so Ökonom Xie, könne zu schweren sozialen Problemen führen. Er schlägt daher vor: Lasst eine Frau mehrere Männer heiraten. Und in einem inzwischen gelöschten Post plädierte er auch dafür, die Ehe zwischen Männern zu legalisieren.

Dabei geht es Xie keineswegs um größeren Lust- oder Lebensqualitätsgewinn. Er bemüht knallharte ökonomische Faktoren. Schließlich seien es gerade die armen Männer, die keine Frau abbekämen. "Männer mit einem hohen Einkommen können eine Frau finden, weil sie einen höheren Preis zahlen können. Was aber ist mit Männern, die nur wenig verdienen? Eine Lösung wäre, dass sich mehrere eine Frau teilen."

Es hagelte Kritik. Arme Schlucker erklären, sie wollten sich keine Frau teilen. Schwule kritisieren, Xie trete nicht aus Idealismus, sondern nur aus seichtesten und utilitaristischsten Gründen für die Homoehe ein. Traditionalisten argwöhnen, Xie sei von allen guten Geistern verlassen. Und die Feministin Zheng Churan schreibt: "Männer debattieren darüber, wie man Frauen verteilen könnte, als ob es sich um Güter wie Häuser oder Autos handeln würde, nur, um ein großes politisches Ideal zu erfüllen, das entweder von der patriarchalischen Linken oder der patriarchalischen Rechten stammt."

Eines immerhin scheint sicher zu sein: Das Ungleichgewicht der Geschlechter wird die Rolle der Frau verändern. Schon jetzt freuen sich Eltern in Städten mit schwindelerregenden Immobilienpreisen wie Shanghai über ein Mädchen, weil der spätere Bräutigam die Wohnung mit in die Ehe bringen soll, die sie sich selbst nicht leisten können.

Das heißt nicht, dass sich der Chauvinismus selbst abgeschafft hat. Jetzt aber leiden auch die Männer darunter.

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LOVE u all


Ist es nicht sonderbar, dass es Gott (ihm oder ihr) nichts ausmacht, sich in allen Religionen der Welt zu erkennen zu geben, während die Menschen sich immer noch daran klammern, nur ihr Weg (*Religion) sei der richtige?
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*Anm. "Dancing the Dream", Michael Joseph Jackson
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