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 DER OSKAR - Thread ... :)

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Arnaud

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BeitragThema: DER OSKAR - Thread ... :)   Do 2 Okt 2014 - 20:44

Huhu Marsl :),

hast Du gesehen?

Oskar war offenbar Ende August im Bundestag und nahm dort an einer Diskussionsrunde teil, auch Gregor Gysi war dabei …

Komisch, dass das, wenn ich es richtig verfolgt/mitbekommen habe, offenbar gar nicht bzw. kaum durch die Presse ging …

Oskar und Gregor Gysi gehen sich ja seit Jahren ziemlich aus dem Weg … (Bis heute kapiere ich nicht, warum … Ach ja, weil Gysi, wo und wie er kann, ständig Sahra Wagenknecht mobbt und disst und sie seit Jahren nach wie vor nicht an den Fraktionsvorsitz lassen will … Bescheuert!)


Wenn ich es richtig beobachte und deute, so auch anhand dieses Videos, scheint das Verhältnis der beiden weiterhin ziemlich angespannt … Allein schon die Sitzverteilung – weiter auseinander ging's wohl kaum, hehe … Aber selbst eines Blickes würdigen sie sich gegenseitig kaum …


Ich halte es für eine Schande, und daran hat Gysi durchaus einen entscheidenden Anteil, dass OSKAR LAFONTAINE, insbesondere in Zeiten wie diesen, nicht im Bundestag sitzen und das Wort nehmen darf … Noch dazu sieht er mit seinen 71 Jahren nahezu fantastisch aus und ist absolut fit, und das nach all den Schicksalsschlägen …
Man sollte so froh und dankbar sein, dass es diesen Mann, diesen Kopf heute noch so gibt, und DIESER Mann darf nicht in den Bundestag? Wegen einiger dämlicher Genossen?
Ohne OSKAR wären Gysi & Co. längst weg und die PDS längst für alle Zeiten begraben … Die Linke hätte es nie gegeben …

Das ist eigentlich unglaublich und ungeheuerlich alles …

Ich frage mich, was Gysi, Bartsch & Co. geritten hat, gewissermaßen dafür zu sorgen, dass Oskar heute fast völlig im Abseits steht … und im Saarland, im Provinz-Mief, im gefühlten Dorfparlament, ziemlich unwürdig, gedemütigt erbärmliche Landespolitik machen muss, und es kaum einer mitkriegt …

Oskar Lafontaine ist heute, wenn man es mal ganz genau nimmt bzw. zuspitzt, parteilos! Fast nur noch formal Linken-Mitglied!
Letzten Endes von zwei Parteien, für die er so viel getan hat, ungeheuerlich gedemütigt worden!

Die, nach wie vor exzellenten, Reden, die er heute ohne nennenswerte Plattform hält, könnte er genauso gut als Parteiloser …
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Marcel

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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Do 2 Okt 2014 - 23:30

Danke, Arnoldo. Das muss ich mir noch anschauen, denn davon hatte ich nichts mitbekommen. Eine sehr interessante Runde.
Für die Massenmedien ist es wohl kein willkommenes Thema. Ebenso die Diskutanten und die R-L-Stiftung sowieso nicht. ;)

Über Gregor kann ich mittlerweile auch nur noch den Kopf schütteln. Er ist nun vollends bei den sogenannten "Reformern" bzw "Realos" angekommen. In der Partei läuft einiges schief. Was Grüne und SPD durchhaben, scheint nun auch der Linken zu blühen.

Stimmt, 71 und Oskar ist umwerfend. Das Fahrradfahren mit Sahra wird wohl auch einen Anteil dranhaben. ;)


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Arnaud

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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Fr 3 Okt 2014 - 22:11

Yo, Marsl. :)

Ich muss sagen, dass ich der aktuelle Innenpolitik derzeit eher so am Rande mitkriege.

Das hat derzeit so auch mit der gesamten Bundestagskonstellation zu tun, aber durchaus auch mit dem mangelhaften, wenig ansprechenden Personal.

Mir geht beispielsweise Trittin als Grünen-Fraktionsvorsitzender sehr ab – er hatte 2009–2013 hervorragend gegen Schwarz-Gelb opponiert, Westerwelle einmal derart zusammengestaucht, auf Westerwelle verbal derart eingeschlagen, dass das wahrscheinlich noch heute nachwirkt, hihi … :D ;)




Westerwelle, der sich normalerweise durch nichts so schnell aus der Ruhe bringen lässt, kann hier nur mit Mühe verbergen, dass er durchaus getroffen ist, hehe … ;)

Wieso Trittin und Künast sich nach 2013 zurückgezogen haben, weiß ich nicht genau – Künast war und ist sicher austauschbar bzw. muss man nicht haben, aber Trittins Weggang ist schon ein Verlust.
Schade, dass er nach 2013, auch wenn es wieder einmal nicht mit einem Ministeramt geklappt hatte, nicht entsprechend weitermachte …

Das aktuelle Grünen-Fraktionsführungsduo ist völlig blass und austauschbar – das war mir bereits 2013 klar …


Aber zurück zu Oskar, Marsl – befasst Du Dich auch mit dem Verhältnis, das Lafontaine und Schäuble zueinander haben? :)

Obwohl sie sich politisch so gut wie gar nichts zu sagen haben, sind sie privat geradezu wie Brüder – ich halte das für recht bewegend.

Sie gaben mal mindestens ein gemeinsames Interview, wo deren jeweiliges Attentat im Mittelpunkt steht – es ist sehr interessant mit vielen interessanten Details.

Ich kannte dieses Interview noch nicht (es ist von 2009), oder es ist sehr sehr lange her, dass ich es gelesen habe.

Oskar Lafontaine widerspricht sich darin ein klein wenig hinsichtlich der entsprechenden Nachwirkungen.

Mal sagt er (und zwar auch jenseits dieses Interviews hier), es spiele heute keine Rolle mehr, dann aber wiederum, dass hin und wieder doch noch Erinnerungen hochkommen.

Bspw. ist bekannt, dass Oskar Lafontaine, als er 98/99 als Bundesfinanzminister von allen Seiten, entsprechend von Schröder im Hintergrund und seinen Handlangern gezielt gesteuert, massiv gemobbt, und letzten Endes herausgemobbt wurde, zu Schröder seinerzeit sagte (um vermutlich u.a. zwischen den Zeilen darum zu bitten, dass Schröder es ihm nicht so schwer macht …), dass das Attentatstrauma wieder hochgekommen sei, was Schröder natürlich völlig wurst war … Das passt zudem wohl auch zu Schröders Aussage 1990, der "Stich in den Hals" habe "2 Prozent gebracht" …

Schröder ist schon extremst unmenschlich und dreist, muss man wirklich sagen … Und Oskar Lafontaine war und ist hier auch noch so "gnädig", dass er Schröder deswegen noch nicht einmal böse war bzw. ist – möglicherweise war seine Verachtung einer solchen Äußerung gegenüber größer als der Wille, Schröder böse zu sein …

Spätestens nach einem Satz wie diesem hätte Lafontaine fortan nun wirklich seine Menschenkenntnis aktivieren müssen und sich stets vor Augen halten müssen, was es mit Schröder auf sich hat, sowie insbesondere mit einem Kanzler Schröder auf sich haben würde …

OK hier das Interview mit Vorabbericht :):



Schäuble und Lafontaine

"Ich habe dieses Trauma"

7. April 2009, 08:02 Uhr

Politisch trennen sie Welten. Doch seit beide 1990 Attentatsopfer wurden, gibt es ein inneres Band zwischen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Linken-Chef Oskar Lafontaine. Im stern reden sie erstmals darüber, wie die Attentate ihr Leben und ihr Verhältnis zueinander verändert haben. Von Jens König und Axel Vornbäumen


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"Unbekannte Erfahrung": Wolfgang Schäuble (l.) und Oskar Lafontaine © Volker Hinz


Der Umgang ist höflich. Aber es ist schnell spürbar, dass zwischen beiden mehr existiert als bloß professioneller Respekt. Als sich Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der Chef der Linkspartei Oskar Lafontaine im Berliner Büro des stern zum Interview begegnen, kommt die Sprache recht schnell auf die Skrupel, die beide haben, den jeweils anderen in der politischen Auseinandersetzung hart anzugreifen. In einem gemeinsamen Interview mit dem stern bestätigten beide Politiker, dass sie - seit den auf sie im Jahr 1990 verübten Attentaten - mehr Rücksicht aufeinander nähmen als im politischen Tagesgeschäft sonst üblich. Lafontaine spricht von "Beißhemmung", die er gegenüber Schäuble habe, Schäuble seinerseits von einer "zusätzlichen Hemmschwelle".

Lafontaine war im April 1990, damals noch als SPD-Kanzlerkandidat, von einer geistig verwirrten Frau in den Hals gestochen worden, Schäuble im Oktober des gleichen Jahres durch Schüsse derart schwer verletzt worden, dass er seitdem querschnittsgelähmt ist.


Lafontaines Besuch
Lafontaine hatte den schwer verletzt im Krankenhaus liegenden Wolfgang Schäuble Ende November 1990, zwei Tage vor der Bundestagswahl, im Krankenhaus besucht, ohne dies seinerzeit öffentlich zu machen. Im stern-Interview sagt Schäuble: "Mir hat es gut getan. Wenn Sie mir mit dem Krankenhausbesuch helfen wollten, dann haben Sie den Zweck erfüllt." Lafontaine hatte Schäuble damals zuvor angerufen und gefragt, ob er ihn am Krankenbett besuchen dürfe. Der hatte gesagt: "Wenn Sie keine Show daraus machen, dann gerne". Lafontaine berichtet davon, wie er die Journalisten hat abhängen müssen, die ihm in diesen Tagen Schritt und Tritt auf den Fersen waren, und dass er fast ein schlechtes Gewissen gehabt habe, weil er bei dem auf ihn verübten Attentat glimpflicher davon gekommen sei als Schäuble.

Später, als die Mikrofone aus sind, erzählt Schäuble, dass er auf der Intensivstation eine Krankenschwester gehabt habe, die aus dem Saarland gekommen sei. Die habe ihm immer gesagt, dass er bloß nichts gegen Lafontaine sagen solle. Daran habe er sich umständehalber auch gehalten.


Trauma und Lähmung
Im stern räumte der Chef der Linkspartei ein, auch heute noch durch das Attentat traumatisiert zu sein. "Ich habe dieses Trauma, dass ich plötzlich völlig aus der Bahn geworfen wurde", sagte Lafontaine. Wolfgang Schäuble sieht das für sich anders: "Ich bin nicht traumatisiert. Ich bin gelähmt." Schäuble berichtete davon, wie ihm die Politik letztlich geholfen habe mit seinem Leben als Rollstuhlfahrer fertig zu werden. Als seine Frau ihm einmal vorgeschlagen habe, nun mit der Politik aufzuhören, sei er ziemlich entsetzt gewesen. Lafontaine wiederum schlug bei der Verarbeitung des Attentats einen anderen Weg ein. Bei ihm sei die "Frage drängender geworden, ob ich mich nicht zurückziehen soll. Ich muss da gar nichts schönfärben."

Beide Politiker berichteten davon, wie gravierend der Einschnitt in ihrem Leben war. Lafontaine: "Ich habe erfahren, wie verletzlich ich in Wahrheit bin und war danach innerlich sehr viel unsicherer als zuvor". Schäuble: "Ich habe eine mir bis dahin völlig unbekannte Erfahrung gemacht: Von einer Sekunde auf die andere kann alles anders sein."




Schäuble und Lafontaine

Die Schicksalsgemeinschaft

18. April 2009, 16:00 Uhr

Auf Wolfgang Schäuble wurde geschossen. Oskar Lafontaine wurde beinahe erstochen. Im stern sprechen die zwei Spitzenpolitiker erstmals gemeinsam darüber, wie die Attentate ihr Leben verändert haben.


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Politisch trennen sie Welten, doch sie teilen eine Grenzerfahrung: Wolfgang Schäuble (CDU) und Oskar Lafontaine (Die Linke) © Volker Hinz


Was wäre aus Ihnen geworden, wenn es die Attentate auf Sie nicht gegeben hätte? Gäbe es heute, Herr Schäuble, eine Große Koalition mit Ihnen als Kanzler und Oskar Lafontaine als SPD-Außenminister?
WOLFGANG SCHÄUBLE: Das glaube ich, ehrlich gesagt, nicht. Ich glaube nicht mal, dass die beiden Attentate die Wahlergebnisse damals beeinflusst haben. In meinem Wahlkreis habe ich ein paar Prozent Stimmen mehr bekommen, aber sonst - nein.
OSKAR LAFONTAINE: Die Frage zielt eher darauf ab, ob wir beide ohne das Attentat eine andere Laufbahn genommen hätten. Das kann man nicht ausschließen. Diese Grenzerfahrung hat unser Leben beeinflusst und verändert, auch das politische Leben.


Hadern Sie mit dem Schicksal?
SCHÄUBLE: Nein. Ich habe merkwürdigerweise nie gehadert. Ich sagte mir immer, es war ein Unfall, so etwas kann passieren. Man glaubt gar nicht, wie anpassungsfähig der Mensch ist. Wenn ich mir vorher überlegt hätte, ich müsste mal im Rollstuhl sitzen - um Gottes willen! Völlig unvorstellbar! Ich war zuvor in meinem Leben nie im Krankenhaus, außer bei meiner Geburt. Heute hat die Vorstellung, ins Krankenhaus zu gehen, sogar etwas Tröstliches an sich. Ich meine das jetzt gar nicht so fromm. Aber der Theologe Dietrich Bonhoeffer hat mal gesagt: Der Mensch kriegt immer so viel Kraft, wie er braucht - aber erst dann, wenn er sie braucht.
LAFONTAINE: Ich hatte keine Veranlassung zu hadern. Bei mir machte sich bald das Gefühl breit: Du bist glücklich davongekommen.


Die Attentate auf Sie im Vereinigungsjahr 1990 sind kurz hintereinander passiert, im April und im Oktober. Haben Sie Ihre Schicksale innerlich mal verglichen?
LAFONTAINE: Ja, ich schon. Ich habe Wolfgang Schäuble Ende November 1990 im Krankenhaus besucht. Wir haben uns lange unterhalten. Auch später habe ich mich immer wieder damit auseinandergesetzt: Wie würde es dir gehen, wenn es dich so erwischt hätte wie Wolfgang Schäuble? Ich war dankbar, dass meine Verletzung weitaus geringere Folgen hatte.

Herr Schäuble, Sie sitzen seit dem Attentat im Rollstuhl. Oskar Lafontaine hat von der Messerattacke eine lange Narbe am Hals. Haben Sie jemals gedacht, der Lafontaine hat es glücklicher getroffen?
SCHÄUBLE: Nein, überhaupt nicht. Das wäre ein unsinniger Gedanke.
LAFONTAINE: Ich dagegen hatte Wolfgang Schäuble gegenüber fast so etwas wie ein schlechtes Gewissen, obwohl es völlig unangebracht war. Das ist ja auch die Frage der Theodizee: Warum bist du davongekommen, während es anderen viel schlechter geht?
SCHÄUBLE: Ich habe mich das nie gefragt: Warum ich? Wenn Sie Opfer eines Unfalls werden, können Sie doch nicht allen anderen böse sein, die nicht auch Opfer des Unfalls geworden sind.


Aber der Gedanke "Warum gerade ich?" ist doch zutiefst menschlich.
SCHÄUBLE: Ich habe darüber nachgedacht, warum ich kaum psychische Schwierigkeiten hatte, den Unfall zu verarbeiten. Vielleicht lag es daran, dass ich das Glück hatte, politisch weitermachen zu können. Ich kenne inzwischen viele Rollstuhlfahrer mit ihren ganz unterschiedlichen Geschichten. Darunter sind einige, die ihren Beruf verloren haben und ganz auf sich selbst zurückgeworfen sind. Politik ist ja eine Leidenschaft. Sie hat mir sehr darüber hinweggeholfen, in mancher Beziehung vielleicht zu sehr.

Wie meinen Sie das?
SCHÄUBLE: Einige Physiotherapeuten sagten, ich hätte mich ein bisschen mehr um meine Rehabilitation kümmern sollen. Aber dafür, dass ich mit meiner Lähmung seit 18 Jahren im Rollstuhl sitze, habe ich mich doch ganz gut gehalten.

Haben Sie manchmal noch die Bilder von damals vor Augen?
LAFONTAINE: Nein.
SCHÄUBLE: Ich erinnere mich gut daran, Herr Lafontaine, wie Sie mir erzählten, dass Sie noch lange traumatische Erinnerungen an die Minuten nach dem Messerstich hatten. Sie waren ja bei Bewusstsein und bekamen mit, wie enorm viel Blut Sie verloren.
LAFONTAINE: Ja, genauso war es. Ich habe das bei vollem Bewusstsein erlebt. Mir war klar: Kommt nicht bald Hilfe, dann ist das dein Ende.


Sie hatten keine Todesangst, Herr Schäuble?
SCHÄUBLE: Nein. Ich war ja von einer Sekunde auf die andere weg. Ich kann mich nur noch erinnern, dass ich dachte, das muss ein Schuss sein. Ich meinte, das Mündungsfeuer gespürt zu haben. Es war ja ganz nahe, nur 10 oder 20 Zentimeter von mir entfernt. Aber dann war alles weg. Ich bin erst fünf Tage später wieder aus dem Koma aufgewacht. Und dann begann ein neues Leben.

Haben Sie heute noch Ängste, die Sie auf die Erlebnisse zurückführen?
LAFONTAINE: In Versammlungen ist diese Angst unbewusst immer da. Die Erinnerung ist stets präsent. Eine Zeit lang bin ich in eine Menschenmenge immer mit dem Gedanken gegangen, es könnte wieder passieren. Innerlich war ich darauf eingestellt, dass ich bereit sein muss. Hätte ich nur so gemacht (Lafontaine hebt den Arm), dann hätte mich das Messer nicht getroffen.
SCHÄUBLE: Ich habe keine Angst. Ich habe andere Probleme. Mit dem Rollstuhl bin ich nicht so flexibel. Wenn ich aus meinem Zeitplan komme, kann ich das nicht mehr aufholen. Sie, Herr Lafontaine, könnten dann einfach schneller gehen. Das schaffe ich nicht. Ich gerate nur an einem einzigen Punkt wirklich unter Stress: Wenn ich in Zeitnot bin. Aber Angst? Merkwürdigerweise keine. Vor Jahren hat sich bei einer Wahlkundgebung ein betrunkener Mann mit einem Hirschfänger oder Ähnlichem genähert ...


... da hieß es in den Nachrichtenagenturen sofort: Wieder ein Attentat auf Schäuble.
SCHÄUBLE: Ja, völlig übertrieben. Dabei habe ich von dem Vorfall zunächst gar nichts mitbekommen. Mir war aber, als ich von den Meldungen erfuhr, sofort klar, dass sich meine Familie große Sorgen macht. Eine meiner Töchter, die zu der Zeit in Amerika war, rief gleich meine Frau an: "Was ist mit Papa?" Meine Frau wusste von nichts. Die Ängste in der Familie sind immer noch da. Ich selber bin in diesen Dingen nicht so arg sensibel.


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Schäuble: In Bezug auf Sie, Herr Lafontaine, habe ich sicher noch eine zusätzliche Hemmschwelle © Volker Hinz


Sprechen Sie im engsten Familienkreis noch oft über das Attentat?
SCHÄUBLE: Eine Zeit lang haben wir gar nicht drüber geredet.
LAFONTAINE: In meiner Familie ist das gar kein Thema mehr.
SCHÄUBLE: Später gab es dann aber eine Phase, in der sich unsere vier Kinder ausgesprochen haben, wie sie das Ganze erlebt hatten. 1990 war die jüngste Tochter 9 Jahre alt, die älteste 19. Die älteste Tochter war an dem Abend des Unfalls dabei. Sie blieb so lange an meiner Seite, bis ich im Krankenhaus wieder aufgewacht bin. "Ich muss da sein", hat sie gesagt, "der Papa weiß doch nicht, was passiert ist." Meine Frau ist natürlich auch ins Krankenhaus gekommen. Die anderen drei Kinder waren zu Hause. Sie erzählten uns später, wie das war, als sie da in der Nacht hockten. Sie saßen alle miteinander in einem Zimmer oben in unserem Haus und klammerten sich aneinander. Die Mädchen berichteten, dass sich ihr Bruder dann alsbald schlafen gelegt hat. Er zog sich gern zurück, wenn es schwierig wurde. Später erzählte mir ein Freund, wie er eine meiner Töchter von zu Hause abgeholt hat, um sie zum Jugendtreff zu fahren. Er hat überlegt, die Radionachrichten einzuschalten. Nee, mach das nicht, hat er gedacht, nicht, dass sie im Radio melden, der Vater ist tot, und die Tochter sitzt daneben.


Gibt es ein inneres Band, das Sie miteinander verbindet? Eine besondere Nähe, die Sie angesichts der unterschiedlichen politischen Grundüberzeugungen sonst nicht hätten?
SCHÄUBLE: Unser persönliches Verhältnis ist schon ein besonderes, das ist klar. Ich erinnere mich noch sehr gut an seinen damaligen Besuch bei mir im Krankenhaus. Ich lag noch im Bett. Herr Lafontaine hatte anfragen lassen, ob es mir recht sei, wenn er mich besuchen würde. Ich habe gesagt: Ja, gern, wenn er keine Wahlkampfshow daraus macht.
LAFONTAINE: Ich hatte nicht vor, eine Show daraus zu machen. Das wäre geradezu peinlich gewesen. Also passte ich höllisch auf, dass die Journalisten davon nichts mitbekamen. Sie lauerten ja überall, ich war damals SPD-Kanzlerkandidat, ständig waren Fotografen an meiner Seite. Aber es ist mir gelungen, keiner folgte mir.
SCHÄUBLE: Wir verbrachten einen langen Abend miteinander. So etwas verbindet schon. Ich hatte damals übrigens eine fast schon irrationale Angst, dass noch ein Attentat passiert, dass es Nachahmer gibt. Bei aller Gegnerschaft, wir sind Menschen. Wir haben zwar völlig unterschiedliche politische Vorstellungen, und keine einzige von Lafontaines unsinnigen Ansichten wird durch unsere Beziehung besser …
LAFONTAINE: Sie waren bis jetzt so brav, Herr Schäuble.
SCHÄUBLE: … aber der politische Wettbewerb ist das eine, das persönliche Verhältnis das andere. So können wir vernünftig miteinander umgehen.


Herr Lafontaine, warum haben Sie Wolfgang Schäuble eigentlich besucht?
LAFONTAINE: Ich dachte, es wäre richtig. Viel mehr kann ich das im Nachhinein gar nicht begründen.
SCHÄUBLE: Mir hat es gutgetan. Wenn Sie mir mit dem Krankenbesuch helfen wollten, dann haben Sie den Zweck erfüllt.
LAFONTAINE: Eine solche Begegnung ist etwas Besonderes, Einmaliges. Wir kannten uns ja vorher nicht so gut. Ich glaube, das war die intensivste Begegnung, die wir hatten.


Da redet man über Leben und Tod?
LAFONTAINE: Ja. Natürlich über das Schicksal des jeweils anderen, darüber, wie es ihm geht. Ich war nach meiner schweren Verletzung schon wieder aus dem Gröbsten raus. Insofern war ich in einer anderen Situation als Herr Schäuble.
SCHÄUBLE: Sie kamen sogar in relativ gelöster Stimmung zu mir. Es war der 30. November 1990, Sie hatten gerade die letzte Wahlkampfveranstaltung hinter sich und wussten, dass Sie die Bundestagswahl zwei Tage später nicht gewinnen würden.
LAFONTAINE: Daran gab es keinen Zweifel mehr. Lange Zeit musste ich mir natürlich einreden, dass ich eine Siegchance habe. Sonst hätte ich den Wahlkampf gar nicht durchgestanden.


Haben Sie nach den Attentaten mehr Rücksicht aufeinander genommen?
SCHÄUBLE: Man versucht ja sowieso, politische Auseinandersetzungen nicht zu persönlichen werden zu lassen. Man hält sich nur nicht immer daran. In Bezug auf Sie, Herr Lafontaine, habe ich sicher noch eine zusätzliche Hemmschwelle.
LAFONTAINE: Mir geht es ähnlich. Ich kann Ihnen gegenüber nicht so auftreten wie gegenüber anderen Politikerinnen und Politikern.
SCHÄUBLE: Ach, Sie sind zu anderen noch wüster als zu mir?
LAFONTAINE: Ich weiß doch gar nicht, was wüst ist. Aber im Ernst: Ich kann doch unsere gemeinsame Geschichte, die wir hier erzählen, nicht einfach streichen.


Am 12. Oktober 1990, wenige Minuten vor dem Attentat, haben Sie, Herr Schäuble, in der Wahlkampfveranstaltung in Oppenau über Lafontaine gesagt: "Wenn einer Kanzler werden will, der die Lippen beim Deutschlandlied nicht einen Millimeter auseinanderbringt, dann ist er vielleicht doch nicht der richtige Kandidat für diese Zeit." Diesen Vorwurf von damals erhalten Sie aufrecht?
SCHÄUBLE: Na, wo ich recht habe, habe ich recht. Nachdem die Mauer gefallen war, habe ich geglaubt, dass die SPD ihren Kanzlerkandidaten auswechseln würde. Ich war der festen Überzeugung, Lafontaine ist in dieser Lage der falsche Kandidat für die SPD - für uns der günstige. Wenn Sie gewusst hätten, dass die Mauer fällt, hätten Sie die Kanzlerkandidatur wahrscheinlich gar nicht angestrebt, oder, Herr Lafontaine?
LAFONTAINE: Die Sache war etwas komplizierter. Mir ging es bei meinem Widerstand gegen die schnelle Einführung der D-Mark zum Kurs von 1 : 1 um eine wirtschaftlich gelungene Vereinigung und die Vermeidung von Massenarbeitslosigkeit. Außerdem wollte ich nach dem Attentat die Kandidatur abgeben. Aber ich habe niemanden in der SPD-Spitze gefunden, der mir die Aufgabe abnahm. Ich war tief enttäuscht. Und das hat auch nachgewirkt, um das zurückhaltend auszudrücken.


Sie haben weitergemacht.
LAFONTAINE: Ich musste weitermachen, ja. Nach dem Attentat war ich eigentlich nicht mehr einsatzfähig. Ich fühlte mich wie ein angeschlagener Sportler, der seinen Wettkampf trotzdem durchstehen muss. Auch meine politischen Sensoren waren nicht mehr intakt.

Haben Sie ernsthaft darüber nachgedacht, aus der Politik auszusteigen?
LAFONTAINE: Solche Überlegungen hatte ich auch vorher immer wieder. Die Politik frisst einen manchmal auf. Es gab Zeiten, wo ich mir den Vorwurf machte, zu wenig zu Hause zu sein, zu weit weg von der Familie. Ich nehme an, andere Politiker denken genauso. Nach dem Attentat habe ich mich das erst recht gefragt: Solltest du jetzt nicht ganz aussteigen? Wir haben darüber auch mal gesprochen, Herr Schäuble, als ich später bei Ihnen im Ministerium war.

Hatten Sie auch Ausstiegsgedanken, Herr Schäuble?
SCHÄUBLE: Nein. Ich habe ja vorhin gesagt, dass mir die Politik geholfen hat, mit der Veränderung in meinem Leben fertig zu werden. Meine Frau hat damals zu mir gesagt: "Jetzt kannst du aufhören mit der Politik." Ich war ziemlich entsetzt: "Meinst du das jetzt im Ernst?" Irgendwann hat sie eingesehen, dass es besser für mich war weiterzumachen.
LAFONTAINE: Es war für Sie, Herr Schäuble, eine Form der Verarbeitung. Und sie ist Ihnen ja auch gelungen. Ich habe das Attentat anders verarbeitet. Bei mir ist die Frage drängender geworden, ob ich mich nicht zurückziehen soll. Ich muss da gar nichts schönfärben.


Begegnet Ihnen heute noch Mitleid?
SCHÄUBLE: Selten. Dafür ist das alles zu lange her. Und das ist auch gut so.
LAFONTAINE: Wolfgang Schäuble ist zu den politischen Gegnern ja oft so frech, weil er versucht, derartige Empfindungen von vornherein zu ersticken.
SCHÄUBLE: Das ist wahr. Ich muss aber ehrlich gestehen: Der politische Betrieb hat mich im Großen und Ganzen gut behandelt. Mir war schon früh nach dem Attentat klar, dass es keine Sonderbehandlung geben darf, wenn ich in die Politik zurückkehre. Das hat gut funktioniert, mit ziemlich wenigen Ausnahmen.


Herr Lafontaine, es gibt eine Art Mitgefühl, die raubeiniger ist. Gerhard Schröder hat nach der gewonnenen Niedersachsenwahl 1990 zu Ihnen gesagt: "Der Stich in den Hals hat zwei Prozent gebracht."
LAFONTAINE: Ja, "raubeinig" trifft es ganz gut. Der Satz war nicht zynisch gemeint. Schröder ist so gestrickt. Das Attentat hat ja tatsächlich eine Sympathiewelle für die SPD in Gang gesetzt. Ich war aber nicht gerade begeistert von der Formulierung.

Analysieren Sie doch mal den Rücktritt Oskar Lafontaines aus dem Jahr 1999.
SCHÄUBLE: Er selber sagt, dass das Attentat bei der Art seiner Entscheidung eine Rolle gespielt hat. Er kann das gut beurteilen. Wenn ein anderer das sagt, wird es schwierig. Ich finde nicht, dass wir uns gegenseitig analysieren sollten. Ich könnte ihn mit meiner Analyse aber vermutlich ein bisschen ärgern, was schon Freude machen würde …
LAFONTAINE: Sie sollten meine Beißhemmungen nicht allzu sehr strapazieren.
SCHÄUBLE: Vielleicht hat sich Oskar Lafontaine in seiner Einschätzung zu Gerhard Schröder doch arg getäuscht. Mit den beiden konnte es nicht gut gehen. Womöglich war Lafontaine tatsächlich anfälliger, sensibler.


Sind Sie konsequenter geworden nach dem Attentat?
LAFONTAINE: Ich bin konsequenter geworden in der Politik, vor allem wenn es um Krieg und Sozialabbau geht. Vielleicht wäre ich sonst eher bereit, hier und da noch einen Kompromiss mehr zu machen.
SCHÄUBLE: Ich mache auch nicht alles mit, aber das habe ich noch nie getan. Insofern hat meine Gelassenheit auch etwas mit meiner Unabhängigkeit zu tun. Ich bin innerlich ziemlich frei.


Sie wissen genauer, was Sie wollen?
SCHÄUBLE: Ja. Ich überlege nur gerade, ob das eine Folge des Attentats ist oder nicht vielmehr mit Erfahrung zu tun hat.
LAFONTAINE: Das Alter kommt ganz sicher hinzu. Wir sind beide Mitte 60.


Wenn man sich Ihre Politik der inneren Sicherheit anguckt, Herr Schäuble, dann könnte man meinen, Sie sind auch radikaler geworden. Sie wollen zum Beispiel das Abschießen gekaperter Flugzeuge legalisieren. Ist das die Kehrseite Ihrer Gelassenheit?
SCHÄUBLE: Nein, nein, ich bin nun wirklich nicht radikal. Ich bin auch nicht für das Abschießen von Flugzeugen. Das ist ziemlicher Unsinn. Ich bin der Überzeugung, dass wir nur im Rahmen von Recht und Gesetz handeln sollten. Deswegen haben wir die Verantwortung, über die gesetzlichen Grundlagen nachzudenken. Man muss da schon ein bisschen klug sein. Dass ich nicht immer klug bin, sehe ich ein. Aber radikal? Das ist albern. Mein älterer Bruder sagt, ich besitze schon immer eine gewisse Neigung zum Rechthaben.
LAFONTAINE: Das unterscheidet uns nun wirklich fundamental.
SCHÄUBLE: Auf so einen Satz von Ihnen habe ich gewartet.
LAFONTAINE: Das hängt wahrscheinlich mit Ihrem Sternzeichen zusammen. Es steht doch auf den Zuckerwürfeln, dass Jungfrauen rechthaberisch sind.



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Lafontaine: Ich habe erfahren, wie verletzlich ich in Wahrheit bin © Volker Hinz


Herr Schäuble, der Journalist Heribert Prantl hat Ihre körperliche Schwäche in Zusammenhang mit Ihrer Einstellung zur inneren Sicherheit gebracht: Sie könnten die Schwäche des Staates nicht aushalten.
SCHÄUBLE: Das ist genau der Verstoß, der nicht geht. Dann kannst du als Behinderter nicht mehr an der politischen Debatte teilnehmen, wenn dir unterstellt wird, du hast jetzt eine Meinung, die durch deine Behinderung begründet ist. So diskriminiert man Minderheiten.
LAFONTAINE: Den Kommentar fand ich auch daneben.


Akzeptieren Sie beide für sich, dass Sie bis heute traumatisiert sind?
LAFONTAINE: Auf jeden Fall. Ich habe dieses Trauma, dass ich plötzlich völlig aus der Bahn geworfen wurde.
SCHÄUBLE: Ich bin nicht traumatisiert. Ich bin gelähmt.


Der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer hat Sie beide als "Traumatisierte" bezeichnet.
SCHÄUBLE: Ich kenne den Herrn nicht.

Schmidbauer hat versucht zu analysieren, in welcher Weise die Attentate mit Ihrer Politik zusammenhängen. Er schreibt: "Jeder der beiden ist auf seine spezifische Weise radikal geworden und stellt die ‚Systemfrage'. Lafontaine will dem Kapitalismus an den Kragen, Schäuble die Grundrechte einschränken lassen. Beide verfolgen ihre Ziele, ohne sich von Kritik beirren zu lassen, tief überzeugt, über eine Wahrheit zu verfügen, die keinen Widerspruch duldet."
SCHÄUBLE: Meine Achtung vor dem Mann wächst durch diese Sätze nicht. Im Gegenteil. Das ist respektlos und absurd! Ich stelle doch die Grundrechte nicht infrage, weil einer auf mich geschossen hat. Wie kommt der denn dazu, so einen Unsinn zu schreiben?
LAFONTAINE: Es stimmt, ich bin in verschiedener Hinsicht konsequenter oder meinetwegen auch radikaler geworden. Das ist aber mehr das Ergebnis meines langen politischen Lebens - also des Aufstiegs und Falls, des Erfolgs und Scheiterns. Ich bin in meinem Bemühen, den Sozialabbau zu verhindern, die Lebenssituation von Menschen gerechter zu machen, nicht weit genug gekommen. Schon deshalb neige ich da zu einer Verhärtung oder gar Radikalität. Im Übrigen wird man im Alter freier, weil man keine Karrierepläne mehr hat.


Ein Attentat überstanden zu haben, verleiht einem das womöglich ein Gefühl der Unangreifbarkeit?
LAFONTAINE: Das Gegenteil ist der Fall. Ich habe erfahren, wie verletzlich ich in Wahrheit bin, und war danach innerlich sehr viel unsicherer als zuvor.
SCHÄUBLE: "Unangreifbar" ist ganz falsch. Ich habe eine andere, mir bis dahin völlig unbekannte Erfahrung gemacht: Von einer Sekunde auf die andere kann alles anders sein.



Interview: Jens König, Axel Vornbäumen

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Arnaud

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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   So 5 Okt 2014 - 21:59

Huhu Marsl :),

sieh Dir mal bei Gelegenheit dieses Sahra-Wagenknecht-Special an, sehr interessant! :)




"Ich stelle mich" – haha … :D ;)


Immer wieder bewegend finde ich, wenn das Thema Sahra Wagenknechts Vater besprochen wird.

Ohne Vater aufzuwachsen, zu dem sie anscheinend eine starke Bindung gehabt zu haben scheint, scheint sie durchaus geprägt zu haben und bewegt sie nach wie vor …

Ich gehe davon aus, dass es Sahra Wagenknecht gewissermaßen hilft, mit dem Verlust umzugehen, indem sie sie auch öffentlich viel darüber spricht.


Ziemlich unter aller Sau wird's später, als sie von einem welt-Journalisten "interviewt" wird …

Die welt ist meines Wissens ein CDU-nahes Blatt, das erklärt einiges …

Wobei das jedes Mal derart platt und durchsichtig wird … Wenn einem die Argumente ausgehen und man ablenken will, greift man zur Schublade "Kommunistin", "DDR-Nostalgikerin", "Hummeresserin", etc. … So erbärmlich …

Das war ja bei Oskar früher genauso – "Luxus-Linker", wohnt im "Palast der sozialen Gerechtigkeit", "floh aus der Verantwortung", "wollte die deutsche Einheit nicht", etc. etc.

Oder die Sache mit dem Porsche von Klaus Ernst …

Wenn einem die Argumente ausgehen, ist wohl jedes Mittel recht … :-/


Interessant und auch amüsant wird's später, wenn Sahra Wagenknecht, die einst – man halte sich fest – "Faust I & II" auswendig(!) konnte (um Himmels Willen …) erkennen muss, ob die vorgelegten Zitate von "Faust" stammen oder nicht, hehe …

Witzig, wenn das Zitat fällt – "Dieser Weg wird kein leichter sein" … :D ;) Sahra Wagenknecht nach kurzem Überlegen: "Ist das nicht ein moderner Hit?" … lol … :D ;) Auf Xavier Naidoo kam sie allerdings dann doch nicht, hihi … :D ;) "Moderner Hit" … hihi … ;)

Witzig aber auch die Stelle – "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" … hihi … Maischberger wirft ein: "Lafontaine?" :D lol … ;) Sahra, im Nebensatz: "Nee …" lol … :D ;)


Yo, aber auch generell sehr interessantes Special – man achte bspw. auch auf die bislang nie gezeigten Photos aus Sahras Kindheit und Jugend, hihi … Auf einem davon ähnelt sie eher einem dicken, kleinen Jungen, hehe … ;)
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Marcel

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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Mo 6 Okt 2014 - 16:58

Von den Grünen, die mir ein Begriff sind, kann ich allerhöchsten noch Herrn Ströbele etwas ernst nehmen. 

Danke für das Gespräch und den Vorabbericht von den beiden! Das kannte ich nicht. Das habe ich sofort verschlungen. :) Dass Oskar mit Brüderle gut dran ist, ist kein Geheimnis, aber diese "Verbindung" zwischen den beiden für mich schon. 
Die "Ich stelle mich"-Sendung hingegen habe ich damals im Fernsehen angeschaut und konnte mir bei diesem "Möchtegern-Journalisten" nur an den Kopf fassen... und solche Leute gelten als seriöse vierte Gewalt! Peinlicher konnte er kaum sein.
Die WELT ist nun mal ein Springerprodukt. Mehr braucht man dazu wohl nicht sagen. ;)

Ja, Sahra und die "modernen Hits". :) Ich habe mal vor Jahren eine Diskussionsrunde mit Sahra gesehen, in der zum Abschluss eine Frage zu Paris Hilton kam, sie daraufhin nur ganz verzweifelt schaute und meinte, dass sie nicht weiß wer das ist. :)


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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Di 7 Okt 2014 - 4:43

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Von den Grünen, die mir ein Begriff sind, kann ich allerhöchstens noch Herrn Ströbele etwas ernst nehmen.

Hehe, Ströbele? :D ;)

Musste gerade nochmal schnell googeln, ob der überhaupt noch MdB ist, hihi … :D ;)

Mein Gefühl ist, dass Ströbele bei den Grünen mittlerweile ziemlich im Abseits steht?

Das war bzw. ist, wenn ich es richtig beobachtet habe, so was Ähnliches wie der Ludwig Stiegler der Grünen, hehe … Also Politiker, die zwar durchaus kompetent zu sein scheinen, aber irgendwie nicht mehr so wirklich ernstgenommen werden, hehe. ;)


Aus den Grünen hätte wohl wirklich mal was werden können … Sie tappten aber '98–2005 wohl in die Rot-Grün-Falle, und wurden von Schröder fast die ganze Regierungszeit lang gedemütigt …

Hab' nie so ganz verstanden, warum sie seinerzeit, 7 Jahre lang, diese erbärmliche, leidige Koalition auf Biegen und Brechen fortsetzen wollten … Rot-Grün '98–2005 war wohl in der Tat ein Totaldesaster, und beide Parteien erholten sich wohl bis heute nicht so wirklich davon, und werden es vermutlich auch nie, hehe …


Ich hab' bspw. auch nie kapiert, wieso Joschka Fischer immer derart beliebt beim Volk gewesen zu sein scheint … Es gibt doch in Wirklichkeit nicht die geringste Veranlassung dazu …

Und das Außenministerium hätte er genauso gut auch als Parteiloser (wie wohl im Grunde jeder Außenminister) oder SPDler führen können – er spielte ja seinerzeit sogar damit, zur SPD zur wechseln, insbesondere wohl dann, wäre Rot-Grün vorzeitig auseinandergebrochen, hehe …

Seit Rot-Grün '98–2005 halte ich die Grünen als Oppositionelle nicht mehr für glaubwürdig, ehrlich gesagt.

Dennoch mag ich grundsätzlich Trittins Rhetorik, hehe. ;) :)



[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Danke für das Gespräch und den Vorabbericht von den beiden! Das kannte ich nicht. Das habe ich sofort verschlungen. :) Dass Oskar mit Brüderle gut dran ist, ist kein Geheimnis, aber diese "Verbindung" zwischen den beiden für mich schon.

Tatsächlich, Marsl? ;)

OK, schon klar, dass Oskar und Schäuble ein besonderes Verhältnis zueinander haben, steht wohl nicht in jeder Biographie der beiden – ich persönlich weiß das aber aus dem einen oder anderen Interview mit Oskar, hehe. ;) :)


Wiederum mir nicht ganz klar sind die Hintergründe dessen, dass Oskar und Brüderle offenbar befreundet sind, meines Wissens sogar per Du.

Die beiden schätzen und achten einander – das spürt man bspw., wenn sie wieder einmal gemeinsam in Talkshows sitzen, etc. …

Wieso sowie seit wann genau das so ist, ist mit allerdings nicht bekannt, hmm …

Oskar ist aber meines Wissens generell parteiübergreifend mit Politikern aller Couleur befreundet – natürlich so auch nach wie vor mit diversen SPDlern, meines Wissens bspw. so auch mit Rheinard Klimmt. (Meines Wissens ebenfalls Saarländer)

Meines Wissens insbesondere jedoch gerade auch mit dem leider verstorbenen Ottmar Schreiner (das tut besonders weh, und zwar bis heute … Ich hatte ungeheuere Hochachtung vor Ottmar Schreiner) verband Oskar enge Freundschaft.


Hehe, was ich zunächst länger nicht ganz nachvollziehen konnte, nachdem ich jedoch mehrfach darüber in guten Quellen (u.a. in Memoiren Kohls Ende der 90er) las sowie Oskar es mehrfach selber bestätigte (zumindest ein Mal, hehe! ;) :)) – man höre und staune – dass Oskar Lafontaine ein gutes Verhältnis zu Helmut Kohl(!) hatte bzw. hat, und zwar auch lange nach 1998 Kontakt zu ihm hatte! :)
Das bestätigte Oskar zuletzt glaub' ich 2002 oder so.

Würde gerne wissen, ob das auch heute noch so ist – vermutlich so nicht mehr, seit Kohl seit seinem schlimmen Unfall stark beeinträchtigt ist – wenn ich ihn generell so sehe, muss ich fast sagen: nicht mehr wirklich er selber und nicht mehr wirklich da ist … Kohl tut mir gewissermaßen leid, dass er seinen Lebensabend so verbringen muss – und zwar, wie wohl auch Michael, in einem Umfeld, das es wohl nicht besonders gut mit ihm zu meinen scheint … :-/



[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Ja, Sahra und die "modernen Hits". :) Ich habe mal vor Jahren eine Diskussionsrunde mit Sahra gesehen, in der zum Abschluss eine Frage zu Paris Hilton kam, sie daraufhin nur ganz verzweifelt schaute und meinte, dass sie nicht weiß wer das ist. :)

Hihi, *lach* … :D ;)

Ich muss sagen, ich könnte auch nicht wirklich definieren, wer Paris Hilton ist, hihi … bzw. wofür sie steht oder was sie macht … :D ;)

Wahrscheinlich spricht das sogar eher für einen, wenn man's nicht weiß? Hihi … :D ;)


Persönlich hoffe ich, dass Gysi sich so langsam, äh …, ver…, äh, zurückzieht, Sahra endlich Fraktionsvorsitzende wird, und, verdammt nochmal, es irgendwie möglich wird, dass, verdammt nochmal, Oskar Lafontaine endlich in den Bundestag zurückkehren kann und wird!

Gysi in allen Ehren – ich würde ihn jedoch sofort gegen Oskar tauschen, hehe! ;) :)

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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Mo 13 Okt 2014 - 13:02

Damit liegst du gar nicht so falsch, Arni, dass Ströbele wohl eher etwas im Abseits bei den Grünen steht. Er steht schließlich auch für die früheren Werte, die die Grünen einst vertraten. Mittlerweile sind sie zu einer FDP mit Fahrrad verkommen. Ein Ströbele ist ihnen da zu unbequem, deshalb erhält er bei Wahlen wohl auch keinen sicheren Listenplatz mehr, sondern muss sich ein Direktmandat erkämpfen, um im BT bleiben zu können.

Ja, Ottmar Schreiner war einer der wenigen, die in der SPD verblieben sind und sich nicht dem neoliberalen Dogma unterwarfen. Oskar und Ottmar passten gut zusammen. Ottmar versuchte innerhalb der SPD für eine andere Politik zu kämpfen, Oskar ging den anderen Weg.
Innerhalb der SPD sehe ich keine Chance mehr für eine Veränderung.

Schon wieder verblüffst du mich, Arni. Oskar und Helmut? Das hätte ich von Helumt Kohl nicht gedacht. Darüber würd ich gern mehr erfahren. :)

Ja, klaro, es spricht für Sahra, dass sie Paris Hilton nicht kennt. Das zeigt wie sie ihr Gehirn von der Verblödungsindustrie frei hält. :)


Die neuesten Auseinandersetzungen zwischen den Rechten und Oskar hast du sicher verfolgt:


Die Rechten wollen mal wieder einen ihrer Grundsätze plattmachen:
LINKE-Abgeordnete offenbar für Militäreinsatz gegen IS
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Oskar bleibt bei den friedenspolitischen Grundsätzen:
Die Linke und der Krieg
Gegen den globalen Interventionismus von USA und Nato!
Kurden, Jesiden, Ukrainer - Frieden schaffen mit immer mehr Waffen? Wer heute US-geführte Militäreinsätze unterstützt, lässt sich in eine US-Außenpolitik einbinden, die seit dem Zweiten Weltkrieg eine Blutspur mit Millionen Toten um den Erdball gezogen hat. Ein Gastbeitrag des ehemaligen Linken-Vorsitzenden.
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Eine gewohnt überzeugende und konsequente Stellungnahme von Oskar. 


Die Rechten in der Partei agitieren natürlich dagegen:
Streit um Militäreinsatz gegen IS
Linke rügt Lafontaine für Friedensthesen
Der frühere Linke-Vorsitzende Oskar Lafontaine unterstellt Gregor Gysi und anderen Genossen, die friedenspolitischen Grundsätze der Partei zu verraten. Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn widerspricht vehement.
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---
Sahras Stellungsnahme:
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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   So 2 Nov 2014 - 21:29

Huhu Marsl :),


verfolgst Du ebenfalls die Sache rund um Rot-Rot-Grün in Thüringen sowie die Gauckschen Ausfälle dazu? ;)

Wohl schon äußerst erbärmlich, wie ein Bundespräsident derart durchsichtig und unqualifiziert die DDR-Keule zu schwingen versucht, oder?

Man kann sich mittlerweile für diesen "Bundespräsidenten" nur noch schämen … Hoffentlich ist der bald weg …

Vom DDR-Unrecht spricht er … Oh Gott … Dieser Mann sollte gar nicht so sehr in der Vergangenheit rumwühlen, sondern sich vielmehr dem bis dato vorherrschenden BRD-Unrecht zuwenden …

Laut Informationen von Ralph Boes gibt es längst mehr Hartz-IV-Tote in der Bundesrepublik Deutschland, als es Mauertote in der DDR je gegeben hat?

Und dieser Bundespräsident spricht vom DDR-Unrecht … Er sollte sich wohl wirklich besser mit dem BRD-Unrecht beschäftigen …

In diesem Land herrscht seit 10 Jahren eine Schand- und Vernichtungsgesetzgebung, ohne dass diese Tatsache wirklich ausreichend in den Köpfen bzw. im Bewusstsein der Bürger vorhanden zu sein scheint?

Und die SPD ist als Reformerin der Hartz-IV-Reformen die denkbar falsche Partei, wenn aber Nahles offenbar versucht, die Sanktionen zu entschärfen sowie insbesondere künftig zu verbieten, die Menschen in die Obdachlosigkeit zu treiben, und die CDU/CSU dagegen Sturm(!) läuft …

Also, nein … Gauck sollte sich wirklich mit der Vergangenheit und Gegenwart der NSDAP-Nachfolgeparteien CDU/CSU auseinandersetzen, die nach dem Kriege unzählige NSDAP-Mitglieder aufgenommen haben sowie die DDR-Blockparteien geschluckt haben …

Ich halte die CDU/CSU, ganz unzugespitzt ausgedrückt, für nichts anderes als verbrecherische Organisationen, die verboten gehören. Die schon unglaubliches Leid angerichtet haben und sozusagen glauben, dieses Land gehöre allein ihnen …


Schon schade, dass Oskar Lafontaine zur Zeit weder Partei- noch Fraktionsvorsitzender im Bundestag ist – er hätte das aktuelle Geschehen so was von zerpflückt …
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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Mo 3 Nov 2014 - 17:15

Hallo Arnold... :)
(wann verrätst du mir eigentlich deine richtigen Vornamen?! Zeit wird´s.)

Ja, das verfolge ich auch und Gauck zählt eh zu meinen speziellen Freunden. Was will man auch von jemanden erwarten, den die SPD aufgestellt hat und der massive mediale Wahlunterstützung von konservativer Seite erfuhr.
Allein schon, wenn er immer von Freiheit fabuliert. Oh mann. Auf die Freiheit (Macht) der Konzerne und Vermögenden kann ich verzichten.
Ebenso schlimm ist, dass er sich für deutsche Kriegseinsätze stark macht. Untragbar so ein Mann, der mit HartzIV, TTIP und NSA-Machenschaften keine Probleme hat.  Andererseits ein willkommenes Sprachrohr der Machtelite.

Seine aktuellen Äußerungen lassen vermuten, dass er von Demokratie und freien Wahlen nichts hält. (Dabei zählt Ramelow zu den sogenannten "Reformern" in der Partei. Dass müsste doch Gauck eher erfreuen.)
So weit ich weiß, ging es ihm in der DDR recht gut. Er fuhr damals bereits einen "Westauto"! Privilegierter geht es kaum.
Zur Rolle der Blockparteien und deren Mitgliedern in den heutigen westdeutschen Parteien verliert niemand ein Wort.
BRD-Unrecht?!! Ach, so etwas gibt es, Arnold? :D

Allein beim Namen Nahles bekomm´ ich schon Ausschlag. Im Moment betätigt sie sich eiskalt als Lobbyistin für die Konzerne und hebelt das Streikrecht aus. Eigentlich könnte die SPD gleich mit der CDU/CSU fusionieren.


Hier ist der Oskar-Beitrag. Du könntest noch einen Beitrag aufmachen, in dem man andere Diskussionen dieser Art zusammenfassen kann. :)


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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Do 6 Nov 2014 - 0:05

Yo, Marsl. :)

Also ein Nahles-Experte bin ich jetzt nicht, mir scheint aber, sie ist wenigstens etwas tragbarer als ihre ganzen Vorgänger wie z.B. von der Leyen oder Müntefering, etc. …

Von der Leyen war und ist eine ganz Üble – und ich denke, mit ihrer Ernennung zur Bundesverteidigungsministerin fährt Merkel die subtile Strategie, sie scheitern zu lassen und als potenzielle Kanzlerinnachfolgerin auszuschalten … Evtl. so ähnlich, wie es Kohl mit Schäuble tat? ;)


Hehe, yo, jetzt tatsächlich wieder zu Oskar, hehe, jepp, ist ja der Oskar-Thread, hehe … ;)

Man sehe sich mal Oskars neueste Rede im, äh, saarländischen Landtag an …

^




Ich finde es nach wie vor ungeheuerlich, dass dieser Mann nach wie vor ins Saarland verbannt ist …
Das ist einer der klügsten Köpfe Deutschlands bis weltweit, und manches Leid wäre verhindert worden, hätte man nur auf ihn gehört …

Oskar Lafontaine mir so auch in dieser Rede anzusehen und anzuhören – nach einigen Minuten hatte ich die Assoziation, dass das fast so ähnlich ist, wie mancher Show Michaels '93 zuzusehen …

Oskar Lafontaine ist zu Recht allenfalls eher nur begrenzt bei der Sache, muss diese (wohl definitiv) letzte Landtagslegislaturperiode durchstehen, um da endlich wieder und für immer zu verschwinden …

Vielfach wirkt Oskar auf mich hier ein wenig fahrig, er hat in Wirklichkeit so gut wie Null Interesse an dieser wirklich erbärmlichen, seiner völlig unwürdigen Provinzpolitik, die er da machen muss …

Gegen Ende der Rede rutscht ihm auch schon mal deutliche Sprache raus, wo er sagt, er komme sich vor wie in der "finstersten Provinz" … – Ja, Recht hat er wohl!

Und wie sehr ihn dieses ganze Elend durcheinanderzubringen scheint, wird auch deutlich, als er, wiederum gegen Ende der Rede, in Sachen Bundespolitik auf die "Bundestagsfraktionen in Bonn [sic]"(!) verweist …


Es ist alles wirklich erbärmlich und eine einzige Demütigung und einfach Schwachsinn, diesen Mann nicht auf ein würdigeres politisches Feld zu lassen … Gysi & Co. sei "Dank" …

Ein besonderer Freund Gysis war ich nie, aber dass er Oskar mal so in den Rücken fallen würde (noch dazu vor dem Hintergrund bzw. im Wissen, was Oskar bereits mit Schröder erlebt hatte bzw. so was Ähnliches), hätte ich so nicht für möglich gehalten …

Na ja.
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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Do 6 Nov 2014 - 22:44

Ich habe mir die von dir präsentierte Rede noch nicht angeschaut. Bei ANNE WILL war Oskar diese Woche zu Gast und musste sich mit Stoiber und Hilsberg herumschlagen. Was Stoiber da veranstaltet... der redet sich noch immer um Kopf und Kragen. ;)
Inhaltlich klarer Sieger ist auch hier Oskar (sowie Frau Domscheidt-Berg).
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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Fr 7 Nov 2014 - 0:39

Jepp, Marsl, diese Sendung muss ich mir noch geben, las heute aber bereits bei Bild.de darüber, hehe … :D ;)

Dass Oskar in einer Debatte wie der jetzigen wieder übernimmt (und damit eigentlich wieder mal gefühlter Parteivorsitzender ist), zeichnet ihn wieder mal aus, und ist gleichzeitig ein Ausweis, wie schlecht es um die Führung der (Bundes-)Linken zur Zeit wieder mal steht.


Oskar ist, laut meiner Beobachtung, so gut wie fast immer der Sieger eines jeden (zumindest rhetorischen) Duells? ;) Ob er dabei auch immer inhaltlich hundertprozentig Recht hat, ist vielleicht auch schon mal eine andere Sache, hehe (bspw. hat die Merkel wahrscheinlich wirklich nicht in Moskau studiert, hihi … ;)).

Mir fällt, glaub' ich, auf Anhieb allenfalls nur eine einzige Talkshowsituation ein, wo Oskar mal nichts mehr zu sagen wusste – da war, so mein Eindruck, Joschka Fischer einen Moment lang der Sieger, hehe. ;)


10:04–10:35

Hehe, Oskar bietet Joschka Fischer eine Kiste Champagner als Wette an, darauf Fischer, dass Oskar in einer Partei wäre, wo man allenfalls nur um Bier wetten würde, haha! :D ;) Na ja, wahrscheinlich war es von Seiten Oskars hier letztlich sogar richtig, angesichts dieses Niveaus nicht noch weiter nachzufassen, hehe. ;)


Hehe, also Stoiber und Oskar heute noch in eine Sendung zu setzen, ist fast schon eher langweilig …
Stoiber halte ich für in jeder Weise schlimm, unfair, keinerlei Andersdenkende duldend, etc. … Stark Richtung rechtsradikal tendierend, mMn.
Er hat Oskar Lafontaine (aber auch die Linke) in der Vergangenheit bereits etliche Male deutlich außerhalb der politischen Auseinandersetzung fast schon beleidigt.

War wohl zu Recht Gabriele Paulis Verdienst (so durchgeknallt die auch ist, hehe …), seinerzeit Stoiber frontal aus dem Amt zu jagen, hehe. ;)
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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Sa 8 Nov 2014 - 4:00

Danke nochmal, Marsl, für Deinen Hinweis in Sachen aktuelle Anne-Will-Sendung.

Vorhin zu Ende gesehen, diesmal sogar die komplette Sendung, nicht nur, wie oft, nur die Lafontaine-Ausschnitte …


In 1–2 Punkten möchte und muss ich meine Ausführungen vorhin zu Oskar Lafontaine und Edmund Stoiber doch etwas korrigieren:

Diese Sendung verlief doch etwas anders, als ich erwartet hatte …

Hier treffen fast eher der Privatmensch Oskar Lafontaine und Privatmensch Edmund Stoiber aufeinander …

Ich muss sagen, dass ich an mehreren Stellen fast mit den Tränen kämpfen musste, als ich Oskar Lafontaine hier sah, während insbesondere Stoiber sprach …

Oskar Lafontaine tritt hier doch nicht als gefühlter Parteivorsitzender auf, sondern im Grunde genommen als resignierter Parteiloser. Der es aufgegeben hat, sich noch großartig zu wehren, sondern dazu übergeht, die Dinge hinzunehmen und sich damit abzufinden …

Fast erschrocken war ich, als ich sah, wie oft Oskar Lafontaine die Dinge unwidersprochen belässt und sich fast geradezu handzahm gibt – so etwas wäre noch vor einigen Jahren nicht möglich gewesen.

Vielfach ist erkennbar, dass Oskar Lafontaine sich nicht mehr großartig Mühe macht, die Linke noch großartig zu verteidigen, er macht dies allenfalls nur noch auf Sparflamme …

Die Botschaft, die ich hier erkenne, ist: Die Linke ist Oskar Lafontaine mittlerweile fast egal, und das ist auch verständlich, vor dem Hintergrund dessen, was die bzw. einige Führungsleute mit ihm gemacht haben …

Oskar Lafontaines politische Identität dürfte heute noch gestörter sein, als sie es ohnehin seit vielen Jahren war.

Stoiber findet an mehreren Stellen erstaunlich warme, versöhnliche und anerkennende Worte bzgl. Oskar Lafontaine – die allerdings vielfach geradezu wie ein Nachruf rüberkommen, ausgerechnet von Edmund Stoiber vorgetragen, hmm …


OK, so viel mal dazu. :)
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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Fr 21 Nov 2014 - 16:08

Da Arni hier anscheinend kein gesondertes Thema aufmachen will, setze ich das mal hier hinein. :)
Arni´s "Freundin" Nahles kommt auch darin vor:


21. November 2014 um 9:38 Uhr

Handzahme Parteilinke

Seit diesem Wochenende ist die SPD um eine organisierte parteiinterne Strömung reicher: Die »Magdeburger Plattform« feierte in der Elbestadt ihre Gründung. Beteiligt sind 250 SPD-Politiker, die sich selbst zur Parteilinken zählen. Parteilinke? Gab’s da nicht schon was? Richtig. Ursprünglich waren die Parteilinken der SPD im Forum Demokratische Linke 21 (DL21) organisiert. Das DL21 allerdings ist der Partei und vor allem der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles offenbar zu kritisch. Aber wer braucht eine handzahme Parteilinke in der ohnehin schon handzahmen SPD? 
Von Jens Berger


Doch der Reihe nach. Die SPD-Bundestagsfraktion teilt sich seit gefühlten Ewigkeiten in drei große Parteiströmungen auf: den konservativen Seeheimer Kreis, das karriereorientierte Netzwerk Berlin, das sich vor allem durch seinen gnadenlosen Opportunismus auszeichnet, und eben die Parlamentarische Linke, die bis vor kurzem noch eine Art parlamentarischer Arm des DL21 war. Es versteht sich von selbst, dass eine – wenn auch gemäßigt – linke Strömung innerhalb der SPD vor allem bei den Parteigranden auf wenig Gegenliebe stößt. In den Jahren, in denen die Sozialdemokraten im Bund auf den harten Oppositionsbänken Platz nehmen mussten, sah das noch etwas anders aus. Da passte der gemäßigt linke Ton des DL21 durchaus in die Wahlkampfkampagne der SPD und wurde noch wohlwollend toleriert. Man wusste ja, dass man nur dann rechts abbiegen kann, wenn man zuvor links geblinkt hat. Das änderte sich jedoch schlagartig, als man mit der Union ins Bett stieg und linke Töne lieber der Opposition überließ.
Das Fass zum Überlaufen brachte jedoch erst die deutliche Kritik der DL-21-Vorsitzenden Hilde Mattheis am faulen Mindestlohn-Kompromiss von Andrea Nahles. Nahles gehört – man glaubt es ja kaum – selbst zum selbst ernannten linken Flügel der SPD und reagierte ziemlich barsch auf die gerechtfertigte parteiinterne Kritik. Zusammen mit zahlreichen mehr oder weniger prominenten Genossen, die gerne noch Karriere in der Partei machen wollen, trat sie im Juli dieses Jahres aus dem DL21 aus und warf Mattheis »Fundamentalopposition« vor. Innerhalb der SPD ist dies ein schlimmes Schimpfwort.
Wer Karriere machen will, braucht seine Netzwerke. Was liegt da näher, als sich ein eigenes Netzwerk aufzubauen und es als offizielle linke Parteiströmung zu promoten, um dem kritischen DL21 das Wasser abzugraben? Mattheis war über die Gründungsplanungen zur »Magdeburger Plattform« jedenfalls nicht informiert und durfte am Wochenende auch nur aus dem Publikum zur versammelten »linken« Parteiprominenz rund um Nahles auf dem Podium sprechen.
Nun feiert sich die »Magdeburger Plattform« in wohlfeilen Tönen selbst als linkes Gewissen der SPD und liefert sich gleich nach Gründung auch schon das erste Scheingefecht mit den opportunistischen Netzwerkern rund um Parteichef Sigmar Gabriel. Das hätte sich wohl kein PR-Stratege besser ausdenken können. Während der Parteichef den Genossen für Bosse gibt, die Vermögenssteuer für tot erklärt, das transatlantische Freihandelsabkommen preist und gegen die Energiewende poltert, hält ein Grüppchen von SPDlern mit Karriereplänen das sozialdemokratische Fähnlein in den Wind und liefert sich öffentlichkeitswirksame Scheingefechte mit den Netzwerkern. Links blinken, rechts regieren – man kennt das ja.
Was ist von einer »linken Plattform« zu halten, die maßgeblich von Nahles initiiert wurde, um die parteiinterne Kritik an ihrer vergurkten Regierungspolitik zu zähmen, ja zu unterbinden? Das DL21 ist, bei aller Kritik, immer noch ein basisdemokratisch organisierter Verein, der die Partei und nicht die Parteispitze vertritt. Die »Magdeburger Plattform« hingegen ist ein weiterer Versuch, die SPD mittels Demokratie von oben auf Kurs zu bringen.
Das Letzte, was die SPD braucht, ist ein zweites Netzwerk, dessen Aufgabe es ist, die Karrierepläne seiner Mitglieder zu fördern. Eben dies scheint die »Magdeburger Plattform« aber zu sein – Nahles’ Linke. Anstatt eine sozialdemokratische Politik zu befördern, die diesen Namen auch verdient hat, scheint es den selbst ernannten Parteilinken eher darum zu gehen, ihre Scheinerfolge bestmöglich in Szene zu setzen und jede Kritik daran zu unterbinden. Polit-PR, die die Republik nicht braucht.
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(Dieser Kommentar ist zuerst am 19. November im [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können])


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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Di 25 Nov 2014 - 1:42

Huhu Marsl :),


yo, Respekt, dass Du das laufende SPD-Geschehen nach wie vor offenbar im Detail verfolgst, hehe. ;)

Ich zolle dem deutschen Wahlvolk in 2 Punkten durchaus Respekt:


Und zwar in Sachen SPD sowie FDP: Einmal, dass die SPD schon seit vielen vielen Jahren konstant eine 20–25-Prozent-Partei ist.
Und dass man es der FDP dermaßen derb gegeben hat und weiterhin gibt, halte ich in dieser Härte für nicht ganz nachvollziehbar – insbesondere das jeweilige Extrem – 2009 mit fast 15 Prozent in den Bundestag einziehen, um 2013 mit 4,8 wieder rauszufliegen, hehe …

Persönlich wäre es mir fast egal gewesen, wenn die FDP mit 5 oder 6 Prozent erneut in den Bundestag eingezogen wäre – der Rauswurf aus dem Bundestag war allerdings in der Tat sehr spektakulär und letzten Endes gut so! :)

Nicht nachvollziehen kann ich allerdings, wie es sein kann, dass die CDU seit Jahren konstant und stabil bei 40% stehen kann …

Dass 40% des Wahlvolkes Merkel derart auf den Leim gehen können, ist eigentlich unglaublich.
Ich halte diese Frau für eine ganz ganz gefährliche …


Westerwelle gab sich doch ähnlich wie Merkel große Mühe, populär zu werden, erstaunlich, dass dieses nicht zog und nicht einmal für den Wiedereinzug in den Bundestag reichte …
Merkel hingegen wird mit Beliebtheit geradezu zugeschüttet …


Ob Nahles als Arbeitsministerin wirklich etwas bewegen kann sowie will, bezweifle ich ebenfalls.
Sie musste mittlerweile wohl halt eben ein Ministeramt annehmen, da sie ja nicht ewig Generalsekräterin bleiben wollte und konnte …


Die SPD ist für mich generell kein Thema, solange ein Sigmar Gabriel ihr vorsteht und sie nach wie vor von unzähligen Schröderianern durchsetzt ist …


Besonders zu bedauern ist nach wie vor, dass ein mMn wirklich authentischer SPD-Linker wie Ottmar Schreiner nur noch eine Randfigur innerhalb der SPD darstellte und heute bekanntlich nicht mehr unter uns ist.
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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Mo 1 Dez 2014 - 8:01

Nahles will doch nichts bewegen, jedenfalls nichts in die Richtung für die breite Masse. 
Nunja, 40% des Wahlvolkes stehen nun nicht hinter der Merkel. ;) 40% derjenigen, die noch zur Wahl jedoch schon. Vielen von ihnen sind die Köpfe durch die mediale Verdummung vernebelt. Dazu kommt, dass die Wahlbeteiligung in den armen Schichten der Bevölkerung immer mehr abnimmt. Die Wohlhabenden hingegen gehen fleißig zur Wahl und sicheren sich ihre Pfründe. 


Sahras Rede im BT vom 26.11.2014 sollte täglich abends zur besten Sendezeit laufen. Unbedingt hörenswert! Sahra for Bundeskanzlerin! :)


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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Mo 1 Dez 2014 - 23:25

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Nahles will doch nichts bewegen, jedenfalls nichts in die Richtung für die breite Masse.
Nunja, 40% des Wahlvolkes stehen nun nicht hinter der Merkel. ;) 40% derjenigen, die noch zur Wahl jedoch schon. Vielen von ihnen sind die Köpfe durch die mediale Verdummung vernebelt. Dazu kommt, dass die Wahlbeteiligung in den armen Schichten der Bevölkerung immer mehr abnimmt. Die Wohlhabenden hingegen gehen fleißig zur Wahl und sicheren sich ihre Pfründe.


Sahras Rede im BT vom 26.11.2014 sollte täglich abends zur besten Sendezeit laufen. Unbedingt hörenswert! Sahra for Bundeskanzlerin! :)

Yo, coole Rede, danke, Marsl. :)

Und ganz schön lange Redezeit, oder? Außerdem – hehe – der Lammert ließ Sahra ja bis zum Ende ausreden? :D ;) Löblich löblich … ;)

Das mit dem Mikroabdrehen letztens war schon ein starkes Stück, finde ich … Würde gerne mal wissen, ob Lammert sich so was auch bei Merkel getraut hätte …


Im Parlament das Mikro abgedreht zu bekommen, zählt ja zu den demütigendsten Erfahrungen, die man als Parlamentarier machen kann …

Lammert ist ebenfalls ein ganz Schlimmer, mMn, diese Ansicht habe ich schon länger …


Ach ja, hehe, eins noch – könnte es evtl. sein, dass Oskar ein wenig an Sahras Reden mitschreibt? ;) Regelmäßig meine ich, verschiedentlich in Sahras Reden hier und da Oskars "Handschrift" herauszulesen … Yo. ;) :)

Ich kapiere nach wie vor nicht, warum man Statisten wie Bartsch & Co., die keine Sau braucht, nicht einfach rauswerfen kann und Oskar wieder zu Worte kommt … :-/
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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Do 4 Dez 2014 - 5:37

Maaaarsl!! ;) :) (Sonst gibt's ja keine anderen Lafontainianer hier im, äh, RH, hehe … ;) :))

Hol schon mal Popcorn und Cola! ;) :)

OSKAR ist wiederauferstanden!! ;) :)

Hat wieder einmal eine BRILLANTE Rede gehalten, dass wieder einmal die Wände wackeln …

Es ist Genuss pur! :)

Als ich das sah und hörte – ich vergaß augenblicklich, wer die aktuellen Bundes- oder Fraktionsvorsitzenden der Linken derzeit sind …

Der gefühlte Nach-wie-vor-Partei- und Fraktionsvorsitzende im Bundestag der Linken … hat das Wort! ;) :)

Wäre Oskar heute noch im Bundestag … würde eine Rede von ihm wohl GENAU SO aussehen! ;) :)

Enjoy …  :)


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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Do 4 Dez 2014 - 19:03

Danke Arnoph. :) Eine exzellente Rede von Oskar. 
Zu dieser Veranstaltung wäre ich sehr gern gegangen, da einige große Namen angekündigt waren.

Unter anderem:
 



Oskar war heute zumindest auf einer Titelseite. 
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Andere Medien werden sich des Themas wohl eher nicht annehmen. ;)
Arnoph, zumindest muss es hier doch noch andere geben, die zumindest seine Inhalten teilen.

Heute Abend ist er übrigens im TV zu sehen:
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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   So 7 Dez 2014 - 0:10

Yo, Marsl, war geil – Oskar bei Illner! :) Insbesondere so auch gegen Ende, wo Oskar endgültig die Beherrschung verliert, hihi … So heavy drauf war er nicht mal Merkel gegenüber, und selbst im damaligen Interview mit Frey war er noch relativ beherrscht, im Vgl. zu hier, hihi … ;)


Klasse, wie er auf die mir völlig unsympathische Göring-Eckardt eindrischt … Die Frau ist ja grauenvoll, wurde 2013 wahrscheinlich hauptsächlich deswegen als Spitzenkandidatin aufgestellt, weil sie wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht aussieht und wohl auf jeden Fall telegener ist als Künast, hihi …

Trotzdem halte ich den derzeitigen Bundestagsfraktionsvorstand der Grünen für völlig fehlbesetzt – mir geht Trittin ziemlich ab …


Wie man zudem als Bundestagsvizepräsidentin anschließend Fraktionschefin werden kann, erschloss sich mir nicht ganz …
Bild.de schrieb mal, Bundestagspräsidentvize sei ein Abschiebeposten, was wahrscheinlich stimmt … Das wird man wohl meist dann, wenn es politisch für einen eh nichts mehr zu erreichen gibt (oder andere nicht wollen, dass man noch etwas erreicht – siehe der Fall Hermann Otto Solms, der 2009 Finanzminister werden wollte, glaub' ich, Westerwelle es aber verhindert haben soll, was zum Bruch zwischen den beiden geführt haben soll; wobei, wenn die FDP 2009 den Finanzministerposten besetzt hätte und wenigstens einige ihrer Versprechen von 2009 umgesetzt hätte, es möglicherweise nicht zu dem/deren Supergau 2013 gekommen wäre, hehe … ;)), hehe … ;)


Aber nochmal kurz zurück zu Oskar bei Illner – wie billig und abgedroschen diese Göring-Eckardt vielfach argumentiert … Demokratie – gähn … Wenn wir wirklich in einer intakten Demokratie leben würden, müßten bestimmte Leute es wahrscheinlich nicht immer wieder betonen, dass wir angeblich in einer Demokratie leben …

Oskar hat sicherlich Recht mit den Drohnen-Morden, aber was ist so auch mit den unzähligen Hartz-IV-Morden, die begangen wurden und werden? Auch diese Sache wird viel zu selten bis gar nicht diskutiert; schade, dass Oskar das nie einbringt, aber vielleicht macht er's noch …

Ansonsten bemerkenswert, dass er nach wie vor gefühlt bundespolitische Aufgaben übernimmt, und sei es in Tagen wie diesen die Linke in Talkshows zu verteidigen … Unglaublich, dass jemand wie er, der sich nach wie vor fast ohne jegliche herausgehobenen Ämter für die Partei einsetzt, und innerparteilich sowie innerhalb der Bundestagsfraktion als quasi das hässliche Entlein gilt …
Wenn Gysi & Co. das alles nicht eines Tages nicht leidtun wird …

Befremdlich finde ich in letzter Zeit zudem, wie auffällig oft Gysi einen Bezug zur Ära '89/'90 herstellt … Was hat die Linke damit zu tun? Die Linke ist doch eine neue Partei, denke ich? 2007 gegründet?? Hat auch Oskar immer wieder betont …


Hier mal eine ältere Rede von Oskar, eine meiner Lieblingsreden von ihm! :)

Immer wieder klasse, ihm zuzukucken und zuzuhören, und wie viel man von ihm rhetorisch, argumentativ und generell lernen kann! :) (Das mit der guten Rhetorik zollte ihm sogar Schröder lange nach deren Bruch, nämlich 2006! Indem er u.a. sagte, Oskar sei ein glänzender Redner. Hehe. ;))

Bundestags-doors are now closed … Oskar is ready for access! ;) :)

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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Di 9 Dez 2014 - 12:59

Frau Göring-Eckardt ... ohne Worte. Wie heuchlerisch kann man sein?!
Auch mit diesem Auftritt bestätigt sie das Bild, dass ich von ihr habe. 
Kein Wunder, dass Oskar da nicht mehr so ganz an sich halten kann. Ich bewundere öfters Diskutanten, die bei den haarsträubendsten Behauptungen immer noch ruhig bleiben können.


Demokratie?  laugh Wahrscheinlich glaubt sie das wirklich.

Meinst du Gysi und Co wird das nochmal leid tun? Ich habe da meine Zweifel. Sie tun doch alles dafür, dass solche Aussagen wie hier von Göring-Eckardt und Lauterbach nicht mehr greifen ... und damit die Linke auch nicht mehr links ist. 
Lauterbach und Göring-Eckardt verstehen hier ja noch nicht mal Oskars Einstellung zur Rettung von Menschen, obwohl sie doch so simpel ist, dass sie jedem (nicht-profitorientierten) Menschen einleuchten müsste. Und dann wird Lauterbach auch immer noch als SPD-Linker hingestellt.

Aus der letzten Anstalt zum Vergleich von DDR und EU:


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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Mi 10 Dez 2014 - 9:41

Apropos Göring-Eckardt:
Ein weitere intellektueller Offenbarungseid der Grünen, wie die Nachdenkseiten schreiben.  Daumen hoch

Kein deutscher Sonderweg zu Putin
Wider den Relativismus des Aufrufs "Nicht in unserem Namen": Entspannung mit Russland kann es nur geben, wenn dort Demokratie und Freiheit wachsen. 
EIN GASTBEITRAG VON KATRIN GÖRING-ECKARDT auf Zeit.de
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Dazu der Kommentar auf den NDS:
Anmerkung JB: Und Petra Kelly rotiert im Grab. Katrin Göring-Eckardts Artikel ist ein weiterer intellektuelle Offenbarungseid der Grünen. Es ist traurig anzuschauen, wie aus der ehemals progressiven Partei eine konservative (in Teilen sogar reaktionäre) Kraft wurde. Die alten Grünen waren für Pazifismus, Abrüstung und Entspannungspolitik. Die neuen Grünen wünschen sich eine neue Politik der Spannung inkl. der damit verbundenen Aufrüstung. In den 1980ern hätten Personen wie Katrin Göring-Eckardt nicht gegen die Stationierung der Pershings und den NATO-Doppelbeschluss demonstriert, sondern die Demonstranten als Breschnew-Versteher verunglimpft und Seit´ an Seit´ mit Ronald Reagan und Margaret Thatcher das „Reich des Bösen“ bekämpft.


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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   So 14 Dez 2014 - 23:08

Kennst Du diese hochwertige und gehaltsvolle Schröder/Lafontaine-Reportage, Marsl?


Es ist eine sehr interessante Zusammenfassung des Verhältnisses Lafontaine/Schröder …

Bereits unzählige Male sah ich es mir an …

Wieviel Elend und Desaster in der Welt, aber auch in der Bundesrepublik, hatte bzw. hat seinen Ursprung genau hier, in der letztendlich (wenn auch absehbar) fatal ausgegangenen Beziehung dieser zwei Männer zueinander …

Wahrscheinlich konnte das nie wirklich funktionieren, weder Oskar Lafontaine konnte unter den damaligen Umständen, etc. wirklich vernünftig und richtig regieren und Schröder sowieso nicht … Schröder regierte ja auch nicht wirklich, sondern setzte nur um, was die Wirtschaft ihm diktierte … Und rettete sich in den letzten Jahren seiner Kanzlerschaft nur noch über die Jahre …

Oskar Lafontaine geriet '98/'99 in der Tat in eine völlig unwürdige, elende und demütigende Rolle, und es ist mehr als nachvollziehbar, dass er irgendwann nicht mehr rational denken und handeln konnte, und eben an dem berühmten 11. März 1999 völlig die Kontrolle verlor und explodierte …

Und wenn man sich verschiedene in dieses Special aufgenommene Statements Schröders reinzieht – was dieser Mann wenige Tage nach der gewonnenen Bundestagswahl '98 allein mit Blicken, etc. transportierte – wird einem vieles klar …

Allein der entlarvende Freudsche Versprecher am Abend der gewonnenen Bundestagswahl '98, als Schröder vor den Kameras sagt, dieser Sieg wäre ohne Oskar Lafontaine nicht dank-(!), nicht denkbar gewesen … Ja, Schröder, dass Du fortan nicht dankbar sein würdest, hat man dann gesehen …

Dass Oskar Lafontaine '98 nicht selber als Kandidat zur Bundestagswahl antrat, erkläre ich mir damit, dass er es letztendlich nicht wollte? Oskar Lafontaine wusste sicherlich, wie schwer man es als Kanzler hat, auch ihm wäre es nicht anders gegangen …
Die Rolle des Parteivorsitzenden und Finanzministers wäre eigentlich gar nicht so schlecht gewesen, und Oskar Lafontaine hätte ja durchaus so was wie die Rolle einer Opposition innerhalb der Regierung spielen können …

Es bleibt eine Schande, dass dieser Mann, der in der Tat hohe Verdienste an der gewonnenen Bundestagswahl '98 hat, sich in der dann gebildeten Regierung so wenig durchsetzen konnte …
Natürlich wäre es gut gewesen, wenn Lafontaine der Koch und Schröder der Kellner gewesen wäre …
Es ist wirklich schade, dass die beiden Männer es nicht gemeinsam geschafft haben … Rot-Grün ohne Lafontaine war ab '99 ff. doch nur noch ein einziges Elend und Desaster …

Wie fertig Lafontaine insbesondere ab '99 war, zeigt auch diverses weiteres vorhandenes, hier nicht verwendetes Material …
Ich denke da an so manche PK mit Oskar Lafontaine, aber auch die eine oder andere Rede, die er als Finanzminister hielt … Oskar Lafontaine wirkte da vielfach ähnlich wie Michael auf der DWT '93 …
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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Mi 14 Jan 2015 - 13:35

Ja, die Doku habe ich mir damals im Fernsehen angeschaut. :)
Erfüllt nicht jede Regierung in der BRD, dass was ihr die Wirtschaft (usw) aufträgt? ;)


OSKAR war am Samstag wieder zugange:

Volle Punktzahl für Oskar!  danke




..Und demokratische Gesellschaften sind nun untrennbar verbunden mit einer Wirtschaftsordnung, in der der Mensch eben im Mittelpunkt steht. In der die Ausbeutung des Menschen beendet wird. In der das gemeinsam erarbeitete Vermögen auch denen zukommt, die es erarbeitet haben. Wir leben in einer Gesellschaftsordnung, in der eine Minderheit reich wird, weil sie die große Mehrheit für sich arbeiten lässt. Wir wollen aber eine Gesellschaftsordnung, in der das Vermögen denen bleibt, die es erarbeitet haben – und das ist die große Mehrheit der Bevölkerung. Denn auch das ist ja kein neuer Gedanke: Immer dann, wenn durch diese Art von Einkommens- und Vermögensverteilung sich Vermögen ballt – dann ist keine Demokratie möglich. Großes Vermögen verträgt sich nicht mit Demokratie, weil es niemals demokratisch zustande gekommen ist...


In Textform:
Gegen jede Kriegsbeteiligung

Wenn Journalisten und Politiker in Bataillonsstärke zur aktiven Teilnahme an Militäreinsätzen verpflichtet wären, hätte der Spuk ein schnelles Ende. Rede auf der XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz am 10. Januar 2015


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BeitragThema: Re: DER OSKAR - Thread ... :)   Di 27 Jan 2015 - 1:04

Jepp, Marsl, ich verfolge sämtliche Oskar-Reden selbstverständlich laufend. :)

Ich weiß eigentlich nicht, welche seiner Reden / welche seiner Vorträge zu meinen Lieblingsreden/-vorträgen von ihm gehört …

Wenngleich sämtliche gut sind, so mag ich einige ausgewählte besonders gerne, bspw. diese – bereits mehrfach zog ich sie mir rein, sie ist in jeder Hinsicht Gold wert:

Es war sicherlich ein sehr wohltuendes Ereignis für Oskar, gewissermaßen unmittelbar nach einer Schröder-Rede gewissermaßen als politischer Gegner, nach Art der alten Schule, das Wort zu ergreifen und Vollgas zu geben …


Dieser Mann ist einfach phantastisch. Zwar ist auch er kein Engel, aber eben seine Gesamtpersönlichkeit imponiert mir seit Ewigkeiten extrem.

In 1–2 Punkten würde ich ihm hier sogar widersprechen wollen:

Dass Oskar Lafontaine, wie er hier behauptet, in den 80er Jahren nicht gewusst haben will, dass "Lohnnebenkosten" nichts anderes als Löhne sind, kaufe ich ihm nicht ab … ;)

Es ist ja wohl mitnichten so, dass Oskar Lafontaine in den 80ern blöd war … Und sich erst später hätte erklären lassen müssen, was "Lohnnebenkosten" sind, die es wohl in der Tat, so wie er es hier sagt, überhaupt nicht gibt (sondern in der Tat nur Löhne) …

Ich sehe es vielmehr so, dass Oskar Lafontaine in den 80ern und 90ern eben eine ein wenig andere Politik vertreten und betrieben hat als heute …

Auch die Tatsache, dass er zugelassen hat, dass Schröder Kanzlerkandidat wird, bleibt sowie auch Kanzler wird und bleibt, er sich sogar, wenngleich nach "Drehbuch", mit Schröder eine Zeit lang verbunden hatte, spricht nicht für Oskar Lafontaine …

Selbstverständlich musste Oskar Lafontaine zu jeder Zeit wissen, was er mit Schröder auf sich hat und was Oskar Lafontaine blühen würde, wenn halt eines Tages er, Schröder, die Nummer Eins werden würde …

So sehr ich Oskar Lafontaine, seine beispiellose Rhetorik, seine gesamte Persönlichkeit, seine Art zu kämpfen und sich durchzusetzen, etc. bewundere, so ist mir ebenso klar, dass er eine tragische Figur ist, instabil, eher zu Kurzstrecken- als zu Langstreckenläufen neigend, und wahrscheinlich oftmals im Leben selbst nicht immer so ganz genau wusste, was er denn eigentlich will und wozu das Eine oder Andere führen kann.

Yo, so viel mal dazu. :)
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