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 Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …

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Arnaud

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BeitragThema: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Mo 29 Sep 2014 - 6:01

Da wir hier ja auch Leute haben wie Marcel, u.a., die sich neben MJ so auch viel mit Politik, Gesellschaft, usw. befassen, halte ich den nachfolgenden Bericht für hier "postenswert" …

Es sind Berichte und Meldungen, die man einfach nicht glauben kann … Menschen, die vor der Hölle fliehen, erleben hier nichts anderes als das, wovor sie geflohen sind …

Es verschlägt einem die Sprache …

Hier also der Bericht …:


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Siegerland-Kaserne in Burbach: Hier soll es zu gewalttätigen Übergriffen durch private Sicherheitskräfte auf Asylbewerber gekommen sein.


In einer Unterkunft für Flüchtlinge haben Sicherheitsleute Asylsuchende misshandelt und gedemütigt. Das beweisen schockierende Handy-Bilder. Noch ist unklar, wie es so weit kommen konnte.


Hagen/Burbach (dpa) - Sie kommen nach Deutschland, um sich vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat zu retten - und landen hier in den Fängen brutaler Sicherheitsleute. Im siegerländischen Burbach sind in einer Flüchtlingsunterkunft mindestens zwei Männer von Mitarbeitern eines privaten Wachdienstes misshandelt und gedemütigt worden. Die Täter filmten und fotografierten sich dabei sogar per Handy.


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Das Handout der Polizei zeigt zwei Sicherheitsleute, die in der ehemaligen Siegerland-Kaserne in Burbach (NRW) einen am Boden liegenden Flüchtling misshandeln.
© dpa / Polizei NRW – Handout

Ein Foto gaben die Ermittler am Sonntag an die Presse. Die Aufnahme ist schockierend. Ein junger Mann liegt gefesselt am Boden, den Fuß eines Wachmanns im Nacken, sein Kollege posiert daneben. "Das sind Bilder, die man sonst nur aus Guantanamo kennt", sagt der Hagener Polizeipräsident Frank Richter mit Blick auf das umstrittene US-Gefangenenlager. Andere Betrachter erinnert die Szene an Aufnahmen aus dem berüchtigten Gefängnis Abu Ghraib bei Bagdad, wo US-Soldaten irakische Gefangene folterten. Die Bilder gingen 2004 um die Welt.

Im Fall Burbach lässt Richter jetzt den Staatsschutz ermitteln, weil ein fremdenfeindlicher Hintergrund zunächst nicht ausgeschlossen schien. "Wir haben aber bislang keine Erkenntnisse, dass die Tatverdächtigen der rechten Szene angehören", sagt Richter. Möglicherweise seien die Männer überfordert gewesen oder einfach charakterlich ungeeignet für eine solche Aufgabe. Insgesamt wird gegen vier Beschuldigte ermittelt.

Er sei bestürzt gewesen, als er das Video gesehen habe, sagt der Siegener Oberstaatsanwalt Johannes Daheim. "Da sitzt ein Mann auf einer mit Erbrochenem verschmutzten Matratze und wird gezwungen, sich hinzulegen", schildert er. "Es ist entsetzlich, wenn man sich vorstellt, dass zu uns Leute kommen aus anderen Ländern, die dort schon Gewalt erlitten haben und hier Schutz suchen und dann so einer Situation ausgesetzt werden. Das trägt dazu bei, die Traumatisierung noch zu verstärken."

Dieses Video war es auch, das die umfangreichen Ermittlungen ins Rollen gebracht hatte. Es wurde einem Journalisten zugespielt, der wandte sich an die Polizei. Bei einem der Beschuldigten wurde dann das Foto gefunden, das den am Boden liegenden Mann in Fesseln zeigt, dem ein Wachmann den Fuß in den Nacken setzt. "Beide Sicherheitsleute grinsen", sagt Richter.

Auch der für die Unterbringung von Flüchtlingen in der Region zuständige Arnsberger Regierungspräsident Gerd Bollermann (SPD) ist schockiert. Er habe noch am Freitag mit dem Chef des Essener Unternehmens gesprochen, das die Unterkunft betreibt, und dafür gesorgt, dass das beauftragte Sicherheitsunternehmen "rausfliegt". Künftig will die Bezirksregierung Wachleute strenger überprüfen lassen und verlangt für ihre Unterkünfte gewisse Personalstandards.

Bollermann räumt ein, dass die steigenden Flüchtlingszahlen seine Behörde unter Druck setzen. Zunächst gehe es darum, dass die Menschen ein Dach über dem Kopf hätten. Dabei nehme man derzeit auch Kompromisse bei Belegung und Betreuung in Kauf.

In Burbach haben die Ermittler bereits viele der insgesamt etwa 700 Flüchtlinge befragt. In fünf Fällen hätten sich dabei Anzeichen für mögliche Straftaten ergeben, drei davon eventuell mit Beteiligung des Wachdienstes, sagt Richter. Er hat eine Ermittlungskommission mit mehr als 20 Leuten eingesetzt. © dpa



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Vivienne

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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Mo 29 Sep 2014 - 11:46

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Es sind Berichte und Meldungen, die man einfach nicht glauben kann … Menschen, die vor der Hölle fliehen, erleben hier nichts anderes als das, wovor sie geflohen sind … 

Ich hab das gestern in den Nachrichten gesehen, das macht mich einfach fassungslos. 

Da werden hilfesuchende Menschen in Deutschland, mitten unter uns, gefoltert, und man muss befürchten, dass das, was jetzt ans Tageslicht gekommen ist, nur die Spitze des Eisbergs ist. 

Ich frage mich schon, wo das alles noch hinführen soll, und auch, was dagegen langfristig und nachhaltig unternommen werden kann?

..
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remember
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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Di 30 Sep 2014 - 0:15

Hab auch als App-Eilmeldung gekriegt, furchtbar


[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Da werden hilfesuchende Menschen in Deutschland, mitten unter uns, gefoltert, und man muss befürchten, dass das, was jetzt ans Tageslicht gekommen ist, nur die Spitze des Eisbergs ist.

Und das noch von  Sicherheitskräften, die für Sicherheit sorgen sollen.
Ist nur deshalb rausgekommen, weil  von jmd aufgenommen wurde. Und was alles wird nicht aufgenommen?



[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Menschen, die vor der Hölle fliehen, erleben hier nichts anderes als das, wovor sie geflohen sind

 Wahre Worte. Schlimm.

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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Di 30 Sep 2014 - 23:57

Tova 
danke arnaud..dass du das thema hier einbringst..
ich hab mich am 28.en auf fr-online dazu geäussert..

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Marcel

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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Mi 1 Okt 2014 - 8:49

komet, dein Kommentar ist passt genau.  OK
Hier sieht man mal wieder welch ein "Segen" der Privatisierungswahn ist. Immer wieder beweißt er sich als schlechte Alternative. 
Davon abgesehen wären hier wohl Sozialarbeiter angebrachter gewesen.





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Zoey
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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Mi 1 Okt 2014 - 18:24

Und dann gibt es immer noch Leute in Deutschland, die behaupten, es läuft bei uns alles bestens.
Ich meine, der wachsende Terrorismus, der religiöse Fundamentalismus und die Fremdenfeindlichkeit bei uns im Westen - das hängt doch alles zusammen. Die Menschen im nahen Osten und in Afrika merken doch, wie man sie im Westen regelrecht verachtet. Die kriegen das doch mit.
Ich sage nicht, dass wir im Westen jetzt selber schuld sind am Terrorismus, aber es gibt da durchaus Zusammenhänge und ehe wir das nicht kapieren, wird sich so schnell auch nichts ändern.

Es gibt hier Menschen, und zwar richtig viele, die sagen "geht doch zurück wo ihr hergekommen seid".
Da geht es um Menschen aus Syrien, dem Irak, aus Libyen und so weiter. Und die werden hier so schäbig behandelt! Wo ist denn das Mitgefühl geblieben?
Uns geht es so gut, so richtig gut. Jeder kriegt alle paar Jahre ein neues Smartphone mit der Post, jeder hat massenweise Essen auf dem Tisch, Klamotten im Schrank, Kohle auf der Bank. Sogar den ärmsten von uns gehts richtig gut, verglichen mit den Menschen, die gerade in Syrien vor allen möglichen Terroristen davon laufen.
Und trotzdem führen wir uns auf wie die allerletzten A*löcher! Was ist eigentlich los mit uns??


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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Mi 1 Okt 2014 - 20:08

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Ich sage nicht, dass wir im Westen jetzt selber schuld sind am Terrorismus, aber es gibt da durchaus Zusammenhänge und ehe wir das nicht kapieren, wird sich so schnell auch nichts ändern.
Ich sage das aber schon. ;) Den Nährboden für den Terrorismus legt der "Westen". Der "Westen" lebt doch auch auf deren Kosten.
Den Mächtigen kommt das gelegen, denn so können sie der Bevölkerung hier etwas präsentieren gegen das es zu kämpfen gilt. So ein äußerer Feind hilft von den inneren Missständen abzulenken.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Uns geht es so gut, so richtig gut. Jeder kriegt alle paar Jahre ein neues Smartphone mit der Post, jeder hat massenweise Essen auf dem Tisch, Klamotten im Schrank, Kohle auf der Bank. Sogar den ärmsten von uns gehts richtig gut, verglichen mit den Menschen, die gerade in Syrien vor allen möglichen Terroristen davon laufen.
Verglichen mit den Ärmsten in anderen Ländern der Welt geht es unseren Armen besser, ja, aber das ist für mich kein Argument. Den Armen (deren Zahl ständig zunimmt) im "Westen" geht es trotzdem nicht gut. Man muss den Menschen überall helfen (wobei "helfen" das falsche Wort ist), hier wie dort. Aber das ist nicht gewollt - der Profit einiger weniger zählt mehr.


"Es kommt nicht darauf an, den Menschen der dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen."

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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Mi 1 Okt 2014 - 21:19

Huhu Zoey :),


in 1–2 Punkten möchte ich Dir ein wenig widersprechen, hehe ;):

Dass es "uns" in diesem Lande, Deutschland, "so gut" gehen würde, ist mittlerweile eindeutig immer mehr eine Legende …

Was mit der schrecklichen, verbrecherischen sog. Agenda 2010 angerichtet, besser: verbrochen wurde, scheint einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung nicht ganz ausreichend bewusst zu sein:

Ich gebe dem Hartz-IV-Aktivisten Ralph Boes völlig Recht, wenn er Hartz IV bzw. das SGB II als nichts anderes als eine Schand- und Vernichtungsgesetzgebung bezeichnet. Vgl. u.a. so auch die vielen Hartz-IV-Toten.

Und von dieser Gesetzgebung, die es u.a. zum Ziel hat, die Löhne zu drücken sowie einen riesigen Niedriglohnsektor und sich immer mehr ausweitende prekäre Jobs zu schaffen, sind nicht nur Millionen direkt betroffen, sondern insbesondere auch die, die unter der Bedrohung dieser "Gesetze" arbeiten, und alles mitmachen in der Angst, selbst in Hartz IV zu landen …


Ich befasse mich ja u.a. auch sehr viel politisch, so auch mit Parteien, wo man es mir nicht glauben würde … Aber auch das erweitert durchaus den Horizont.

Es ist leider etwas naiv, zu glauben, in diesem Lande, Deutschland, herrsche eine Willkommenskultur, Chancengleichheit, etc. etc.

Die Lebenswirklichkeit sieht leider gänzlich anders aus. Das wird bereits von Kindesbeinen an subtil gesteuert – im Kindergarten, in der Schule, etc. etc.

Und um das alles genau zu steuern, bedarf es nicht einmal der NPD – die NPD spricht einige Dinge lediglich deutlich aus – umgesetzt wird alles geschickt von der CDU, u.a. …

Es ist bspw. kein Zufall, dass diejenigen, die die besseren Jobs bekommen, die hier besser Fuß fassen, eben Meier, Schmidt und Huber, etc. heißen und nicht anders …

Und gewissermaßen kann und muss man das wahrscheinlich auch nachvollziehen – denn gewissermaßen sind gewisse rechts anzusiedelnde Positionen, man wolle eben das eigene Land in erster Linie für sich und nicht für andere/Fremde, gewissermaßen durchaus auch nachvollziehbar. Leider.


Ich verlinke an dieser Stelle mal ein ziemlich gutes, informationstechnisch sehr hochwertiges Video mit dem Hartz-IV-Aktivisten Ralph Boes, der mMn ein unglaublicher Kopf ist, unglaubliches Wissen hat, nicht zuletzt auch eine exzellente Rhetorik:

Was er hier so alles sagt, öffnet einem dann doch verschiedentlich die Augen, wie es um den Zustand dieses Landes wirklich bestellt ist, und die These, hier gehe es allen so gut oder relativ gut, mittlerweile einfach unzutreffend, zumindest überholt ist.

Hier also ein ausgewähltes Video von bzw. mit Ralph Boes, wirklich sehenswert, die Zeit sollte man sich nehmen:



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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Do 2 Okt 2014 - 0:02

Ich finde, wir dürfen gar nicht vergleichen, was arm in Deutschland und arm -  in den Entwicklungsländern bedeutet.

Wie kann man uns mit  Menschen vergleichen,  die es nicht fassen können, dass man eine Toilette pro Gang mit 6-9 Litern Trinkwasser (deutsche Normalität) durchspült, wo sie nicht mal 2 Liter am Tag (ihre Normalität) zu trinken/waschen/spülen/ kochen bekommen?

Hungersanktion ist natürlich eine schlimme Sache, v. a. wenn dabei noch die Gesetze gebrochen wurden. So was ist  ein Verbrechen.

Hartz 4. berechtigt sind Menschen, die hilfebedürftig sind.
 Auch eine  frisch geschiedene Ehefrau  vor der Rente, ohne Kleinkinder und Behinderungen muss nach der Scheidung  arbeiten gehen, das Gesetz sagt heute, dass der Ex-Mann  ihr von seinem Einkommen nichts abgeben muss.  Denn jeder soll für sich selbst sorgen. So lautet das Gesetz überall auf der Welt. Alles  andere heißt ja Schmarotzerei.  Es sei denn, du bist i-wie hilfebedürftig. 

Die Kürzung von Hartz 4 /Sanktionen kommen von bestimmten "Pflichtverletzungen", die im Gesetz verankert sind. 

Der  allgemeine Zweck von Sanktionen   wäre wohl  dafür da, damit die Kräftigen und Gesunden,  die  nicht durch Kindererziehung  und Pflegebedürftige im Haushalt belastet sind,  - arbeiten gehen, egal ob nach ihrer Ausbildung oder nicht. Sie sollen Geld  ins Sozialsystem einzahlen, damit die Belasteten, Kranken, Alten versorgt werden können. Arbeit gibts genug - Z. B.  in Krankenhäusern und Altenheimen. Und geputzt wird auch immer.  Wem das  zu "niedrig" ist, ist schon ganz schön arrogant, auch wenn er eine (andere) Ausbildung/ Studium hat. Na und?

Dass diese  Hartz 4 - Sanktionen zum gr. Teil dumm, ungerecht  oder reine Schikane sind, und wie die Behörden mit hilfebedürftigen Menschen umgehen,  - da darf man die Augen nicht verschließen und ruhig ganz laut werden, stimmt schon. Aber es ist ein anderes globales Thema.

Was ich zum allgemeinen  internationalen Vergleich der Armut sagen will:

In den meisten Ländern der Welt gibt es keine  "Hunger-Sanktionen", weil  ganze Nationen nicht mal  wissen, was das ist:
Staatliche Unterstützung -   Sozialhilfe, Hartz 4 & Co. 

Ganze  Nationen wissen nicht mal, was Rente ist und sind gezwungen zu arbeiten, bis sie umfallen und sind im Alter nur auf ihre Kinder angewiesen. Es gibt in den meisten Ländern der Welt gar KEIN Sozialsystem.
Aber hier  können welche sogar wählen, ob man arbeiten geht oder auf Kosten des Staates  lebt.

Natürlich ist Deutschland kein Paradies. Nirgendwo auf der Erde ist es, so gesehen.

Aber alles ist relativ und  misst sich am Vergleich zu anderen Ländern der Welt.

Was  in Deutschland stattfindet, ist  trotz allem das Stöhnen auf sehr  hohem Niveau, weil  so eines  nur die wenigsten Länder der Welt haben.  Das ist die Tatsache, auch wenn  hier Unmengen an himmelschreienden Ungerechtigkeiten herrschen u. Verbrecher  aller Couleur  ( inkl. auch die  schlecht , die in diesem Thread   besprochen werden) auch zuhauf sind.  Zu weit vom Paradies entfernt. :-/
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Zuletzt von remember am Do 2 Okt 2014 - 0:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Do 2 Okt 2014 - 0:10

@Arnaud:
Ich stimme dir vollumfänglich zu, dass die Lebenswirklichkeit in Deutschland gerade für die Mittelschicht zunehmend schwierig wird und für Menschen unterhalb des Durchschnittseinkommens immer prekärer wird.
Ich finde das gerade wegen den Kindern schlimm.
Harz4 war auch die dümmste Idee, stimme dir zu.
Da gehört viel reformiert, aber nicht so wie man immer reformiert (alles noch dümmer und komplizierter machen), sondern richtig. Und dass Politiker an der Lebenswirklichkeit der Bevölkerung vorbei leben, ist wohl eine Binsenweisheit.

Was ich sagen wollte ist:
Verglichen mit den Menschen, die zum Beispiel in Spanien Orangen pflücken, oder mit den Sinti und Roma in Rumänien (die hier ebenfalls keiner haben will), oder eben mit den Menschen in Syrien oder meinetwegen auch im Osten der Ukraine und vor allem mit den Menschen in Ländern wie dem Kongo, geht's uns hervorragend.
Gerade die Menschen aus jenen Ländern werden hier aber am meisten ausgegrenzt und man gibt ihnen zu verstehen dass sie am besten wieder dahin zurück gehen sollen, wo sie hergekommen sind.

Selbst WENN wir keine Arbeit haben, können wir zumindest zum Arzt gehen, wenn wir krank sind und haben ein Dach über dem Kopf und könenn unsere Kinder in die Schule geben.
Ich halte das für echte Privilegien, die wir hier in den Erstweltländern genießen.
Das soll uns nicht davon abhalten, alles zu tun was uns möglich ist, um die Lebenswirklichkeit für alle hier in unserem Land zu verbessern.
Vor allem auch die Ausgrenzung und Diskriminierung zu beenden, die nicht nur Ausländer(kinder), sondern auch Kinder von Harz4 Empfängern erfahren müssen.

Aber dennoch geht es uns im Westen, verglichen mit dem sehr großen Rest der Welt, blendend.
Wir verbrauchen 90% der Rohstoffe, unseren giftigen Elektroschrott schicken wir nach Afrika, wo ihn Kinder ausschlachten (und sich dabei die Beine verätzen). Unsere eigenen Kids gehen solange in die Schule und finden das "voll ätzend" und finden es vor allem "scheiße, dass man sich nicht das neue iPhone6 leisten kann."
Das meine ich mit Privilegien.

Soll uns, wie gesagt, nicht daran hindern, hier bei uns genauer hinzusehen und Missstände auszuräumen, wo immer wir können.


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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Do 2 Okt 2014 - 16:30

Zitat :
Im Fall Burbach lässt Richter jetzt den Staatsschutz ermitteln, weil ein fremdenfeindlicher Hintergrund zunächst nicht ausgeschlossen schien. "Wir haben aber bislang keine Erkenntnisse, dass die Tatverdächtigen der rechten Szene angehören", sagt Richter. Möglicherweise seien die Männer überfordert gewesen oder einfach charakterlich ungeeignet für eine solche Aufgabe. Insgesamt wird gegen vier Beschuldigte ermittelt.
Heute habe ich in der Süddeutschen Zeitung gelesen, dass mindestens einer der Männer definitiv der rechten Szene zugeordnet werden kann: Der Mann hat irgendein SS-Tattoo auf den Fingerknöcheln.
Irgendwie überrascht mich das gar nicht und ich finde es absolut schockierend, gerade DASS es mich nicht überrascht.
Welcher Holzkopf (oder Gesinnungsgenosse?) hat solchen Typen überhaupt so einen Job gegeben? Einen Job in dem sie mit Waffen hantieren können und Macht ausüben dürfen/sollen?
Ich meine, es ist hinreichend bekannt, dass oft moralisch fragwürdige Gestalten mit Machtkomplexen sich best. Uniform-Jobs aussuchen - warum wird da nicht strenger kontrolliert? Psychologische Eignungstests durchgeführt? Polizeiliche Führungszeugnisse gefordert?
Da lassen die einen bekennenden Neo-Nazi Ausländer beaufsichtigen - wie bescheuert geht's eigentlich?!
Ich habe ja gedacht, nach der NSU-Sache wäre in Deutschland langsam klar geworden, dass wir ein Rechtsradikalen-Problem haben, aber anscheinend wird immer noch zu wenig Acht darauf gegeben.
(Und die NPD kann man nicht verbieten, weil...? Wieso nochmal?)
Schäuble hat vor ein paar Jahren einigen der besten Programme zur De-radikalisierung von Straftätern die Gelder entzogen. Mit dem Argument das wäre zu teuer und langwierig, die Radikalen wieder auf den Pfad der Menschlichkeit zu bringen. Wieviele Erfolge diese Programme eingefahren haben war dem egal.
Stattdessen hat er dann beschlossen, das Geld lieber für mehr Kameras im öffentlichen Raum auszugeben. Tja und da sind wir nun und haben einen neuen krassen Nazi-Skandal am Hals.
In Deutschland.


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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Do 2 Okt 2014 - 23:22

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Dass es "uns" in diesem Lande, Deutschland, "so gut" gehen würde, ist mittlerweile eindeutig immer mehr eine Legende …

Was mit der schrecklichen, verbrecherischen sog. Agenda 2010 angerichtet, besser: verbrochen wurde, scheint einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung nicht ganz ausreichend bewusst zu sein:

Ich gebe dem Hartz-IV-Aktivisten Ralph Boes völlig Recht, wenn er Hartz IV bzw. das SGB II als nichts anderes als eine Schand- und Vernichtungsgesetzgebung bezeichnet. Vgl. u.a. so auch die vielen Hartz-IV-Toten.

Und von dieser Gesetzgebung, die es u.a. zum Ziel hat, die Löhne zu drücken sowie einen riesigen Niedriglohnsektor und sich immer mehr ausweitende prekäre Jobs zu schaffen, sind nicht nur Millionen direkt betroffen, sondern insbesondere auch die, die unter der Bedrohung dieser "Gesetze" arbeiten, und alles mitmachen in der Angst, selbst in Hartz IV zu landen

Amen Bruder.  Freunde


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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Fr 3 Okt 2014 - 0:12

Tova 

und ich möchte auf das thema des threads zurückkommen..

es wird immer mehr an unrecht 'aufgedeckt'
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BeitragThema: Re: Misshandelte Flüchtlinge in NRW – Fotos wie aus Abu Ghraib …   Fr 3 Okt 2014 - 1:10

Danke für Euere interessanten Ausführungen, Zoey & remember. :)


[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:


Amen Bruder. Freunde

Hehe, yo, Marsl. ;) :)


Vielleicht noch ein Satz zu Schäuble:

Vielleicht tue ich ihm angesichts seines Schicksals ein wenig Unrecht – aber ich kann ihn leider so gut wie nicht leiden.

Das ist ebenfalls einer der verlogensten, arrogantesten, etc. …

Und wie er so mit anderen umzugehen pflegt, erlebten wir ja alle vor einigen Jahren … Stichwort Offer und so …

Ansonsten: Schäuble kann einem gewissermaßen fast leidtun, dass er ohne Politik offenbar nicht lebensfähig wäre … Er sitzt seit gefühlten 400 Jahren im Bundestag und wird wohl "Minister bis zum Tod" bleiben …

Irgendwann ist, glaub' ich, genug, sollte auch Schäuble merken …


Noch kurz zur NPD:

Sie zu verbieten dürfte schwierig bis kaum umzusetzen sein, würde außerdem nichts bringen, da die dann eben schnell eine Nachfolge-Organisation ins Leben rufen würden/werden. Der Partei geht es generell sowieso nicht gut, und weiter draufgesetzt wurde diesbezüglich unlängst, als sie aus dem sächsischen Landtag rausgeflogen sind …

Und diese öffentlichskeitswirksamen Verbotsbestreben sind für die auch eine brauchbare PR …

Bereits 2003 scheiterte ja ein Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, und auch dieses Mal dürfte es schwierig werden … Der eiserne Wille, die NPD zu verbieten, ist im Grunde genommen auch ein gewisser "Verzweiflungsakt" der Parteien, die das Verbotsverfahren eingeleitet haben …

Ich persönlich verfolge beispielsweise ziemlich genau das gesamte Geschehen im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, in Schwerin:

Die übrigen Parteien bzw. Fraktionen sind dort dermaßen lasch, blass und wirkungslos, dass dort tatsächlich vielfach die seltsame Situation zu beobachten ist, wie die NPD denen allen die Show stiehlt und sie vielfach plattmacht … Die haben einige nicht unbegabte Leute in der dortigen Landtagsfraktion, die es durchaus gut beherrschen, die anderen vorzuführen, und die anderen fallen auch vielfach auf die von der NPD gestellten Fallen und Tricks herein …

Allein die Tatsache, dass die NPD dort eine weitgehend intakte und gut funktionierende und organisierte Fraktion hat, demütigt geradezu den kompletten restlichen Landtag, inklusive dem Präsidium.

Es muss somit recht schlimm um die anderen dort vertretenen Parteien/Fraktionen stehen sowie um die Situation dieses Bundeslandes, dass so etwas möglich ist …

Die NPD führt die übrigen Fraktionen dort vielfach geradezu vor …

All das ist ein bemerkenswerter Nachweis dafür, wie völlig am Boden Mecklenburg-Vorpommern ist … Erst letztens zog ich mir eine Reportage rein über die beklemmende Armut, kärgliche Not in Schwerin …

Was dort passiert bzw. wie es dort wirtschaftlich zugeht, ist erschütternd …

Wenn die übrigen Parteien auf diesem Gebiet dort derart versagen, ist es fast kein Wunder und eine gewisse Quittung, dass die NPD dort derart Fuß fassen kann.
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